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	<title>Ausgehzwang &#187; Theorie</title>
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		<title>Signaturen des Politischen</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Dec 2011 16:06:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marko Karo</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.ausgehzwang.de/wp-content/uploads/2011/12/Leggewie-2.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-7759" style="margin: 12px;" title="Leggewie-2" src="http://www.ausgehzwang.de/wp-content/uploads/2011/12/Leggewie-2-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a>Selbst der Kunstbanause wird die politische Wirkungsabsicht der Spehrschen Kunst nicht übersehen können. Was hier mit „Politik“ gemeint sein könnte, machte am Sonntagnachmittag (11. Dezember 2011) um 16 Uhr Prof. <a href="http://www.kulturwissenschaften.de/home/profil-cleggewie.html">Claus Leggewie</a> in seiner halbstündigen Führung durch die <a href="http://www.kunsthalle-giessen.de/">Kunsthalle Gießen</a> deutlich. Als erster Promi der Reihe „Prominent geführt“ gab der in Gießen lebende Politologe und Kulturwissenschaftler einige weiterführende-kunstsinnige Anregungen, auch wenn er, wie er eingangs betonte, sich nur „amateurhaft mit Kunst auseinandersetze“. Wer den Publizisten und Fernsehexperten Claus Leggewie kennt, weiß, dass er die Dinge auf den Punkt bringen kann.</p>
<p style="text-align: justify;">Zu Anfang galt jedoch sein Erstaunen dem großen Publikumsinteresse. Er habe mit „sechs“ Personen gerechnet.</p>
<p style="text-align: justify;">Ausgangspunkt seiner Reflexionen zu Spehrs Kunst waren die kleinformatigen Zeichnungen im hinteren Areal der Kunsthalle. An ihnen stellte er den besonderen „Anstrich“ der künstlerischen Arbeit dar. Spehr operiere als Künstler im Bereich der „Unschärfe“. Damit gehöre er zu dem Künstlertypus der „versucht den allgemeinen Geschmack zu unterwandern“. Dies sei aber bei Spehr nicht Ausdruck einer willkürlichen Opposition zum aktuellen Zeitgeschehen. Bei Spehr vermittelten die Exponate, insbesondere auch die Gießener Ausstellung, eine mit künstlerischen Mitteln evozierte Aufforderung: „Genauer Hinzuschauen, um die Verhältnisse verändern zu können“ &#8211; man muss nahe an die zum Teil detailreichen Zeichnungen herantreten. Nach einer Titelei suche man dabei meist vergeblich. Die Werke blieben auch deshalb ohne Titel, wie Leggewie räsonierte, weil Spehr jegliche propagandistische Inanspruchnahme verhindern möchte. Diese explizite Nichtpositionierung, wird durch die in den Zeichnungen leerbleibenden Plakate und Protestschilder überdeutlich zum Ausdruck gebracht. „Bei ihm steht eben nichts, dass ist wichtig“. Natürlich hat das irgendwie immer auch etwas mit Beuys zu tun. Spehr möchte die Köpfe seiner Rezipienten erreichen, deshalb hat er den sozialen Raum in dem seine Kunst wirkt mit im Blick &#8211; auch im Sinne eines Chronisten, der mediale Sehgewohnheiten festhält. Ausdrücklich verwies Leggewie auf die Bedrohlichkeit und „Gewaltigtätigkeit“ der Szenerien, die evident von den wiederkehrenden „unheimlichen Kindern“ ausginge. Sie stellen die Welt zwar nicht auf den Kopf, sind aber ebenso wie „Streetfighter“, „Berber“ und „Businessmen“ fester Bestandteil von Spehrs ikonographischem Personal. „Spehr möchte sie verunsichern“ und seine Kunst trage gewollt die „Signatur des Politischen“. Der Kunstprofessor setze höchste Zeichenkunst ein, um Bildergeschichten zu formen, die öffentlich anschließbar bleiben, ohne Partei zu ergreifen.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.ausgehzwang.de/wp-content/uploads/2011/12/Leggewie-3.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-7760" style="margin: 12px;" title="Leggewie-3" src="http://www.ausgehzwang.de/wp-content/uploads/2011/12/Leggewie-3-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a>Zu der Verschränkung der installativen Arbeit und den Zeichnungen ringsum, sagte Claus Leggewie wenig. Er verwies jediglich auf die Zeitgemäßheit der fliegenden Zeltstadt, die an den Tahrir-Platz in Kairo, die Piazza del Sole in Madrid oder ganz aktuell an die Bürger-Proteste in Moskau erinnern könnte. „Das Schöne an der politischen Kunst ist, dass sie Überlegungen freisetzt“. Allerdings sei das Sujet bei Spehr niemals so politisch, wie etwa Picassos Guernica, räumte Leggewie ein. Es bleibe die „Unschärfe“ in seinen „Tumult“- und „Empörungs“-Bildern erhalten – dies sei auch für die Installation eine wichtige Interpretationsperspektive.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Kuratorin der Kunsthalle Frau Dr. Riese freute sich abschließend über eine „anregende“ Führung. Die übrigen Geführten unterstrichen diese Würdigung mit anhaltendem Beifall. Es wird für Frau Dr. Riese schwer werden, nun einen zweiten Prominenten zu finden, der mit ähnlich professoraler Eloquenz und lockerem Infotainment seine Gedanken zu einer Kunsthallen-Ausstellung preisgibt. Die Kunsthalle zeigt Johnnes Spehrs Kunstwerke noch bis zum 23. Dezember 2011.</p>
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		<title>rauschhaus III – Begehbar und auch ohne Plan mittendrin</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Nov 2011 21:28:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fiona Sara Schmidt</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.ausgehzwang.de/wp-content/uploads/2011/11/Rauschhaus_3_2.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-7711" style="margin: 12px;" title="Rauschhaus_3_2" src="http://www.ausgehzwang.de/wp-content/uploads/2011/11/Rauschhaus_3_2-300x207.jpg" alt="" width="300" height="207" /></a>Im Flur des „rauschhaus (3)“ in der Ludwigstraße 19 in Gießen streiten sich in einer Soundinstallation zwei Stimmen darüber, ob alles zu Rausch werden muss oder zu Ordnung. Die Tonspuren überlagern sich und es ist klar, dass hier beides stimmt. Ein unheimlicher „Friedhof der Kuscheltiere“ sorgt beim Ankommen für Irritation, im zweiten Stock entsteht eine U-Bahn für Gießen, in einem Raum läuft Werner Herzogs Film „Auch Zwerge fangen klein an“. Zwischen den teilnehmenden Künstler_innen und dem Publikum entstehen unvorhergesehene Begegnungen und Gespräche, das unterscheidet das rauschhaus von anderen Ausstellungen.</p>
<p style="text-align: justify;">Im Eingang des begehbaren Gesamtkunstwerks war am Montag (21. November 2011) eine Diashow mit Bildern des Hauses vor dem Einzug zu sehen. Die ehemalige Nutzung als Verwaltungsgebäude der Uni, ist nur noch an den Aktenschränken aus Metall zu erkennen. Unten an einer Bar zwischen gemütlichen Sitzgruppen legte DJ Erik Meyer am Plattenspieler „Rauschhouse“ auf. Im ersten Stock malte Andreas Eickenroth auf dem Boden an einem großformatigen Bild, ein anderer Raum ist bereits mit einer bedrückenden Installation ausgestattet. So entsteht auch ohne Plan Etwas.</p>
<p style="text-align: justify;">„Eine kindliche, freudige Erregung“ verspürte Künstler und Mitorganisator Till Korfhage bei der Aussicht auf fast zwei Wochen „rauschhaus“. Nachdem die temporäre und interdisziplinäre Arbeits- und Ausstellungsgesellschaft in den vergangenen zwei Jahren in der Dulles-Siedlung in der Grünberger Straße eher im Hintergrund agierte, ist nun ein neues Haus gefunden: Die Künstler_innen malen, werkeln und diskutieren noch bis zum 4. Dezember in der Ludwigstraße 19. Knapp zwei Wochen lang werden sie den Altbau „wüst und wirr beleben und ein ekstatisches Chaos zelebrieren“.</p>
<p style="text-align: justify;">Gastkünstler Daniel Horvat, Thrash-Metal-Fan der ersten Stunde, berichtet etwa über seine Erfindung des Thrash-Painting, die ihm beim aggressiven Malen entstanden ist. Im Erdgeschoss sind seine neuen morbiden, expressiven Bilder zu sehen. Till Korfhage hat eine Rauminstallation mit Video, Spiegeln und Plastikfolie geschaffen, ein Kontrast zwischen Kanten und weichen Formen. Fence zeigt einen ganz anderen Raum mit grafischen, dreidimensionalen Elementen.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.ausgehzwang.de/wp-content/uploads/2011/11/Rauschhaus-3_1.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-7710" style="margin: 12px;" title="Rauschhaus-3_1" src="http://www.ausgehzwang.de/wp-content/uploads/2011/11/Rauschhaus-3_1-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a>Initiatorin Julia Blawert zeigt sich zufrieden über den bisherigen Projektverlauf: Die Aufführungssituation nach einer so kurzen Arbeitsphase sorgten bei den Künstler_innen zwar auch für Druck, aber die Auseinandersetzung mit dem Publikum hat auch die Arbeit bestätigt. Und Jennifer Sprodowsky ergänzt: „Wir sind noch mittendrin, aber die Idee geht auf!“ Nach einer wilden Party am Freitag und geschlossenen Türen am Samstag begann die zweite Woche von rauschhaus III mit Spiel und Spaß statt Reflexion: Michael Bloeck bot mit „Be poet“ am Sonntagnachmittag Poesie, anschließend wurde um das Straßenkarree mit Wasserpistolen „Assassin – a game“ gespielt. Danach präsentierte der Gitarrist Djitó alias Daniel Schmidt seine folkigen Songs.</p>
<p style="text-align: justify;">Beim ersten Mal „rauschhaus“ ging es nur um die Kraft des Rausches, im vergangenen Jahr dann reflektierter um den Wert der Kunst. Die dritte Auflage soll nun eine Synthese schaffen und gliedert sich in mehrere Phasen: Die beteiligten Künstler_innen arbeiteten meist mit offenen Türen wild drauflos, bis es dann am Freitagabend (25. November 2011) eine erste Ausstellung zu sehen gab – ein öffentliches „Fest der Sinne“. Die gewollte Katerstimmung sollte als produktives Stimulans wirken, eine programmierte Leerstelle im vorbeifließenden Rausch. Mehr als eine Atempause konnte dies nicht sein: am 3. Dezember ist schließlich die abschließende Ausstellung geplant.</p>
<p style="text-align: justify;">Organisiert, konzipiert und durchgeführt wird das Projekt von Julia Blawert, Mona Wolf, Jennifer Sprodowsky, Florian Seel, Lena Theis und Till Korfhage. Förderung kommt vom Kulturfonds Gießen-Wetzlar, dem Kulturamt der Stadt Gießen, der Hessischen Theaterakademie und dem AstA der JLU Gießen. Neben Musikdarbietungen finden ein Filmabend, Gespräche, Performances und Diskussionen statt. Rauschhaus III ist bis zum 4. Dezember in der Ludwigstraße 19 zu Gast. Am 3. Dezember gibt es ab 20 Uhr eine Ausstellung von und mit 32 Künstler_innen und 21 Projekten. Informationen und Termine sind auf folgender Website abzurufen: <a href="http://rauschhaus.wordpress.com/">http://rauschhaus.wordpress.com/</a></p>
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		<title>Eine Stadt lebt Theater. Sylvia Lutz reiste zum kunstvollen Ausnahmezustand nach Südfrankreich.</title>
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			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.ausgehzwang.de/wp-content/uploads/2011/08/Stra%C3%9Fenk%C3%BCnste_Avignon.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-7138" style="margin: 12px;" title="Straßenkünste_Avignon" src="http://www.ausgehzwang.de/wp-content/uploads/2011/08/Stra%C3%9Fenk%C3%BCnste_Avignon-300x259.jpg" alt="" width="300" height="259" /></a>AVIGNON. Alljährlich im Juli verwandelt sich Wetzlars südfranzösische Partnerstadt in einen Magneten für Theaterbegeisterte aus der ganzen Welt. Intra-muros wie extra-muros (also in der Altstadt wie außerhalb der imposanten Stadtmauern) wird jedes verfügbare Bett vermietet und die Stadt der Päpste wächst mindestens auf das Siebenfache ihrer Einwohnerzahl an. Das Festival von Avignon zählt zu den bedeutendsten seiner Art. Vom 6. bis 26. Juli sind mehr als 30 internationale Theater- und Tanzproduktionen im sogenannten „In“-Programm geplant. Hinzu kamen Ausstellungen, begleitende Kinovorführungen und viele Gelegenheiten für Gespräche mit Künstlern und Veranstaltern.</p>
<p style="text-align: justify;">Mit dem diesjährigen artiste associé Boris Charmatz legt das Festival in seiner 65. Ausgabe einen Schwerpunkt auf Tanz. Der französische Ausnahme-Choreograf eröffnete am 7. Juli das Festival im Papstpalast mit seinem Abend ENFANT (Kind). Zehn Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren und neun Tänzer aus sechs Nationen bevölkern dabei die Bühne. Für die Thematisierung des Verhältnisses zwischen Kindern und Erwachsenen schafft Charmatz ein choreografisches Ereignis mit großer visueller Aussagekraft, das berühren, aber auch verstören will.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.ausgehzwang.de/wp-content/uploads/2011/08/Begegnungen-unheimlicher-Ar.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-7137" style="margin: 12px;" title="Begegnungen-unheimlicher-Ar" src="http://www.ausgehzwang.de/wp-content/uploads/2011/08/Begegnungen-unheimlicher-Ar-237x300.jpg" alt="" width="237" height="300" /></a>Die Choreografen William Forsythe (UNWORT 14.-24.07.), Meg Stuart (VIOLET 19.-25.07.), Xavier Le Roy (LOW PIECES 19.-25.07.) sowie die Belgierin Anne Teresa De Keersmaeker setzten weitere Höhepunkte des Festivals. Letztere zeigt ihr Stück CESENA (16.-19.07.) bereits am frühen Morgen um 4.30 Uhr auf der Freilichtbühne vor der historischen Kulisse des Papstpalastes.</p>
<p style="text-align: justify;">Doch gespielt wird in Avignon, nicht nur in ehrwürdigen Kirchen und Klöstern, einem beeindruckenden Steinbruch und dem Opernhaus, sondern auch auf der Straße, den Plätzen, in jeder Garage und jedem Hinterhof – das „Off“ bringt das Festival zum Kochen! Im „inoffiziellen“ Teil kann jeder mitmachen und so wetteifern überall Plakate und Artisten um die Aufmerksamkeit des Publikums. Mit etwas Glück spürt man interessante neue Theaterformen und Künstler unter den 1000 teilnehmenden Gruppen auf – oder man taucht einfach ein in die besondere Atmosphäre dieser Stadt im kunstvollen Ausnahmezustand.</p>
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		<title>LULU als site-spezifischer Thriller</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Jul 2011 12:29:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fiona Sara Schmidt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn es dunkel wird und die Nachbarn die Vorhänge nicht zuziehen, verwandelt sich die Stadt in eine Bühne. Die Performance „LULU. To all our lovers.“ untersucht diesen voyeuristischen Blick und lässt einen Theaterabend nur durch die Beobachtung aus der Wohnung gegenüber entstehen. Schauplatz ist ein Haus in der Gießener Ludwigstraße, zu sechst werden die Zuschauer [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Wenn es dunkel wird und die Nachbarn die Vorhänge nicht zuziehen, verwandelt sich die Stadt in eine Bühne. Die Performance „LULU. To all our lovers.“ untersucht diesen voyeuristischen Blick und lässt einen Theaterabend nur durch die Beobachtung aus der Wohnung gegenüber entstehen. Schauplatz ist ein Haus in der Gießener Ludwigstraße, zu sechst werden die Zuschauer bei Einbruch der Dunkelheit zur Premiere am Samstagabend auf einem Podest vor einem Fenster positioniert, rechts und links Lautsprecher. Gegenüber eine herrschaftlich eingerichtete Wohnung, wir blicken in die erleuchteten Fenster und hören eine Stunde lang live, was auf zwei Stockwerken im Haus passiert.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.ausgehzwang.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC_0036c.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-7102" style="margin-top: 12px; margin-bottom: 12px;" title="DSC_0036c" src="http://www.ausgehzwang.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC_0036c-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Gräfin Geschwitz (Maria-Isabel Hagen) lädt zum Abendessen in ihre neue Wohnung. Zunächst trifft ein Klavierspieler ein und erhält die Anweisung, für die „nicht wirklich engen Freunde“ solche Stücke zu spielen, die er einem ganz besonderen Menschen widmen würde. Geladen sind die gewesenen, gegenwärtigen und potentiellen Liebhaber von Lulu und auch die Gräfin ist ihr verfallen. Die fünf männlichen Gäste (Arne Köhler, Christoph Bovermann, Fabian Passarelli, Falk Rößler und Nick-Julian Lehmann) treffen nach und nach ein. Es wird gegessen und getrunken, getanzt, gestritten und geliebt.</p>
<p style="text-align: justify;">Unter der Regie von Eleonora Herder und Falk Rößler ist ein Drama mit abwesender Protagonistin entstanden. Die Figur der Lulu verstehen sie als postmodernen Zustand einer Gesellschaft, die sich als Gemeinschaft aufgegeben hat. Es geht vielmehr darum, sich so zu inszenieren, dass die Blicke und Beurteilungen der anderen die eigene Persönlichkeit ausmachen. Der Blick des anderen definiert uns, die ständige Beobachtung stellt die Persönlichkeit erst her. Wenn die Akteure also aus dem Fenster starren, sehen wir uns selbst im Spiegel. Hier geht es um Macht und Erotik, um ein Spiel mit Aufmerksamkeit und Begehren. Der Clou: Die Gastgeberin vermutet Lulu im gegenüberliegenden Haus und inszeniert sich als unwiderstehlich, um Lulus Begehren zu wecken. Die Zuschauer sind also nicht nur Voyeure, sondern nehmen letztendlich selbst den Part der Hauptperson ein.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.ausgehzwang.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC_0072c.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-7103" style="margin: 12px;" title="DSC_0072c" src="http://www.ausgehzwang.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC_0072c-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Das Stück trägt den Untertitel „Ein site-spezifischer Thriller nach Frank Wedekind“. Dieses ortsspezifisches Theater betrachtet den (öffentlichen) Raum als Mitspieler. Anders als in einem Theatersaal wird die Grenze zwischen Bühne und Publikum, zwischen Zuschauern und Mitspielern aufgeweicht. Obwohl Studierende der <a href="http://www.uni-giessen.de/theater/de">Angewandten Theaterwissenschaften</a> sich immer wieder darum bemühen, fachfremde Besucher in ihr Institut zu locken, gelingt das leider viel zu selten. Mit Lulu ist das anders, die Stadt wird als Raum für künstlerische Prozesse geöffnet, auf die Inszenierung des alltäglichen Lebens hingewiesen.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.ausgehzwang.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC_0176c.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-7104" style="margin: 12px;" title="DSC_0176c" src="http://www.ausgehzwang.de/wp-content/uploads/2011/07/DSC_0176c-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a>Das Bühnenbild von Sabine Born als ebensolches zu bezeichnen, ist stark untertrieben: Eine schwarze Limousine wurde organisiert, das Klavier in die Wohnung geschleppt, Detailverliebt Einrichtung sowie überraschend historische Kostüme ausgewählt. Seit Februar wurde an der Konzeption gearbeitet und Fördermittel eingeworben, drei Wochen intensive Probenzeit und Installation von Ton und die Einrichtung der Wohnung. Ein Glücksfall, denn der Besitzer hatte sie gerade erst selbst von der Universität gekauft und dem Kollektiv</p>
<p style="text-align: justify;">Weitere Vorstellungen 28. bis 31. Juli jeweils um 21.30 Uhr (nur noch Restkarten an der Abendkasse). Für die Spätvorstellungen am 29. am 30. Juli um 24 Uhr sind noch Karten verfügbar.</p>
<p style="text-align: justify;">Ludwigstr. 28, Eintritt 7 Euro, ermäßigt 4 Euro. Reservierung unter info@die-resilentes.com oder 0163-1601465. Am 4. August findet um 19 Uhr ein Publikumsgespräch statt.</p>
<p style="text-align: justify;">Fotos: Jana Lippitz</p>
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		<title>Projektförderungen von Kommunaler Arbeitsgemeinschaft Gießen – Wetzlar beschlossen</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Jun 2011 05:18:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stephanie Jackson-Nöcker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kulturpolitik]]></category>
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<p style="text-align: justify;">Ein Teil davon geht an das Projekt „river tales # event of urban art“ der Künstlergruppe<a href="http://www.3steps.de/category/news/"> 3Steps Crew</a> aus Gießen. Mit großformatigen Wandgestaltungen und Graffiti-Arbeiten bezieht sich das Kunstprojekt mit zeitgenössischer, internationaler Kunst auf den öffentlichen Raum. Die Aufwertung der Flächen durch die Gestaltung erhöhe die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger bezogen auf den öffentlichen Erlebnisraum und solle den Dialog zwischen zeitgenössischer Kunst, Kultur, Bürgern und Künstlern „ohne feste Öffnungszeiten und ohne Eintritt“ ermöglichen, so die Initiatoren.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch bei dem zweiten geförderten Projekt handelt es sich um ein Ausstellungsprojekt. „<a href="http://rauschhaus.wordpress.com/">rauschhaus</a>“ (Gießen) stellt jedoch eine temporäre, interdisziplinäre Ausstellungsplattform dar. Der Städtebauliche Leerstand wird zum Produktionsraum verschiedener künstlerischer Ausdrucksformen und Kunstdarbietungen. Auch in diesem Projekt sind die Interaktion zwischen Kunstproduzenten und Öffentlichkeit, ihr Ideenaustausch und die gemeinsame Reflexion wesentliche konzeptuelle Bestandteile.</p>
<p style="text-align: justify;">Bis zum 31. März 2012 sind alle Kulturschaffenden in Gießen und Wetzlar aufgefordert ihre Projektanträge für 2012 bei den jeweiligen Kulturämtern der Städte einzureichen. Auf Nachfrage erteilen die Kulturämter auch gerne Auskünfte über Richtlinien und geben Hilfe bei der Antragstellung.</p>
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
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		<pubDate>Tue, 17 May 2011 11:28:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marko Karo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Theorie]]></category>
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		<category><![CDATA[Keller Theatre]]></category>
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		<category><![CDATA[Martin P. Koop]]></category>
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		<description><![CDATA[GIESSEN. Friends of the Keller Theatre e.V. ist Träger des englischsprachigen Amateurtheaters in Gießen. In der kommenden Spielzeit bereichert der etablierte Verein die Freie Theaterszene um 3 Sprechtheaterproduktionen plus ein Musical. Neben dem bewährten Gastspiel des „White Horse Theatre“ wird es außerdem ein Überraschungsstück von „the ladies“ geben. Neben der Arbeit mit dem Stamm-Ensemble ist [...]
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</ul>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_6870" class="wp-caption alignleft" style="width: 299px"><a href="http://www.ausgehzwang.de/wp-content/uploads/2011/05/Keller-Theatre-2.jpg"><img class="size-full wp-image-6870   " style="margin-top: 12px; margin-bottom: 12px;" title="Keller-Theatre-2" src="http://www.ausgehzwang.de/wp-content/uploads/2011/05/Keller-Theatre-2.jpg" alt="" width="289" height="147" /></a><p class="wp-caption-text">Stolze Gesichter: Hella Blumentritt (Schriftführerin), Anneliese Kröger-Block (Webmaster), Gaby Hopfenmüller (Schatzmeisterin), Martin P. Koop (1. Vorsitzender), Rosemary Bock (2. Vorsitzende), Julie Pownall (Beisitzerin) (v.l.)</p></div>
<p style="text-align: justify;">GIESSEN. <a href="http://www.keller-theatre.de/">Friends of the Keller Theatre e.V.</a> ist Träger des englischsprachigen Amateurtheaters in Gießen. In der kommenden Spielzeit bereichert der etablierte Verein die Freie Theaterszene um 3 Sprechtheaterproduktionen plus ein Musical. Neben dem bewährten Gastspiel des „White Horse Theatre“ wird es außerdem ein Überraschungsstück von „the ladies“ geben. Neben der Arbeit mit dem Stamm-Ensemble ist die Suche nach neuen Talenten ein wesentliches Ziel des Vereins.</p>
<p style="text-align: justify;">Passend zum Spielzeit-Motto “Same Old Same New!“ ist der Spielplan der nächsten Saison abwechslungsreich und ambitioniert. Einerseits wünscht man sich nach einer erfolgreichen Spielzeit 10/11 ein „same old“ fortzusetzen, andererseits soll mit „same new“ mit einem „!“ der „Funken“ für englischsprachiges Theater und anglophile Kultur weiterhin aktiv angefacht werden. Wie der Artistic Director Martin P. Koop, zusammen mit fünf Frauen aus der Vereinsspitze, bei der Spielplanpräsentation am vergangenen Dienstag (10. Mai 2011) in den Räumen der „Kleinen Bühne“ erklärte, wollen die Theatermacher weiterhin publikumsnahe Inszenierungen anbieten. Wachsen will man an neuen Vorsätzen, ohne bewährte Formate zu verwerfen. Bewahrt wird die „Kleine Bühne“ als Spielstätte und damit die Zusammenarbeit mit den „Tinkos“ (<a href="http://www.tinko-theater.de/">Tinko Theater</a>). Auf der Bleichstraßen-Bühne, mit ihren 90 Plätzen, sollen mindestens zwei Stücke der Saison 11/12 gezeigt werden. Fortgesetzt wird außerdem die Idee besondere Theatererlebnisse dadurch zu ermöglichen, dass stückkompatible Räumlichkeiten außerhalb des Bühnenraums in der Bleichstraße gesucht werden. Daneben wird es zahlreiche Aktivitäten geben, die in „grober Planung“ feststehen: Dazu gehört eine „Improv-Night“ und ein Abend der sich unter dem programmatischen Namen „Singles“, nicht promisken Einzelgängern widmet, sondern ausschließlich englischsprachigen Monologen. Ein fester Bestandteil des Angebots wird auch der „Acting“-Workshop von Julie Pownall – geplant für Anfang 2012 – bleiben.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Spielzeitpremiere des Keller Theatre findet auf der „Kleinen Bühne“ statt: Am 16. September 2011 wird traditionsgemäß ein Ein-Akter auf dem Programm stehen. Unter dem Titel „Student Life“ werden gleich fünf Mini-Bühnenwerke gezeigt, in denen junge englischsprachige Dramatiker ihre Studienzeit reflektieren. Inszeniert wird dies wiederum von Studierenden selbst, denen in der kreativen Stoffumsetzung, wie Koop hervorhob, kaum Grenzen gesetzt werden. Bei der Auswahl der Stücke war der frühere Entertainment Director (1989-1992)<a href="http://www.theater.gardner-webb.edu/theater/"> Scott Lahaie</a> behilflich, der mittlerweile in North Carolina an der Gardner-Webb University Professor für Theaterwissenschaft ist. Die Zusammenarbeit mit dem amerikanischen think tank sorgt für frischen Wind durch wenig bekannte Nachwuchsdramatiker. Von „Student Life“ sind nach der Premiere sechs Aufführungstermine geplant.</p>
<p style="text-align: justify;">Weil wenig Zeit bleibt, beginnen parallel bereits die Proben zur zweiten Produktion. Am 25. November 2011 wird das Musical „Happy End“ zu erleben sein. Mit dem Bühnenstück von Berthold Brecht und der von Kurt Weill komponierten Musik setzt das Keller Theatre seit längerer Zeit wieder eine Musiktheaterproduktion auf den Spielplan, die obendrein noch selten auf deutschen Bühnen gezeigt wird. Aktiv unterstützt wird das Ensemble bei diesem ersten Saisonhöhepunkt durch das Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik der Justus-Liebig-Universität. Regie wird Koop führen. Der Veranstaltungsort steht noch nicht fest.</p>
<p style="text-align: justify;">Das erste Stück im Jahr 2012 wird ein Gastspiel des „White Horse Theatre“ sein. „The Shape of Things” (Uraufführung Mai 2001) ist ein Drama aus der Feder des nordamerikanischen Gegenwartsdramatikers Neil LaBute. In seinem Stück stellt er anhand einer bizarren Liebesbeziehung, die Frage, wie weit man zur Verwirklichung seiner Sehnsüchte gehen solle. In Anlehnung an das Pygmalion-Motiv formt sich eine Kunststudentin einen gleichaltrigen Studenten nach ihrem Bilde. Dieser lässt sich aus Liebe zunächst darauf ein. Premiere ist am 20. Januar 2012. „The Shape of Things“ wird zusammen mit dem „Zentrum für interkulturelle Bildung &amp; Begegnung“ präsentiert und kommt deshalb in der Hannah-Arendt-Straße 6-10 zur Aufführung.</p>
<p style="text-align: justify;">Weiter geht es am 9. März 2012 auf der „Kleinen Bühne“ mit einem „Surprise“-Stück. Wie der Name bereits unmissverständlich verrät, handelt es um ein geheimnisvolles Projekt, über dessen Form und Inhalt bisher nur spekuliert werden kann. Verraten wurde von „the ladies“ – konkret sind es vier Frauen aus dem Stamm-Ensemble des Keller Theatre – nur soviel, dass ein Abend voller Heiterkeit und englischem Esprit erwartet werden kann.</p>
<p style="text-align: justify;">Ebenso sicher ist das Stück, womit das am Programm endet. „Boston Marriage“ ist eine Komödie von David Mamet (Jahrgang 1947), einem Bühnenautor der in Deutschland wenig gespielt wird. Mit “Boston Marriage” greift Mamet eine Redewendung auf, die im amerikanischen Westen bis Anfang des 20. Jahrhunderts geläufig war. Sie wurde verwendet um eine Lebensgemeinschaft zweier Frauen zu bezeichnen, die um ihre Unabhängigkeit zu wahren, zusammenleben. Regie führt Koop und das Stück wird erstmalig am 25. Mai 2012 zu sehen sein – die Spielstätte wird noch bekanntgegeben.</p>
<p style="text-align: justify;">Alle Vorstellungen beginnen regulär um 19.30 Uhr und alle Premieren finden jeweils Freitags statt. Karten können im Vorverkauf über das Dürerhaus Kühn zum Preis von 10 €, bzw. ermäßigt für 7 € erworben werden. „Auditions“ für die nächsten Produktionen beginnen ab Mitte Mai 2011. Informationen gibt es auf der stets aktuellen <a href="http://www.keller-theatre.de/">Homepage des Keller Theatre</a>. Ausgehzwang wünscht Good Luck! oder Toi,Toi,Toi wie der Deutsche sagen würde.</p>
<p style="text-align: justify;">
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		<title>Wir empfehlen heute</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Apr 2011 06:23:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marko Karo</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<h2 style="text-align: justify;">Einer &#8220;H E R Z L I C H E   E I N L A D U N G&#8221; folgen</h2>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.ausgehzwang.de/wp-content/uploads/2011/04/Flyer.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-6534" title="Flyer" src="http://www.ausgehzwang.de/wp-content/uploads/2011/04/Flyer.jpg" alt="" width="533" height="800" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Die Kuratoren Julia Blawert und Matthias Lange laden ein zu: Live Musik, einer Bar, einer Ueberraschung &#8230;  und natürlich  ganz viel Katalog. Außerdem öffnet ab 22 Uhr die  Tanzfläche. Und überhaupt steht die Frage im Raum: Welchen Wert hat Kunst und wie läßt sich ein solcher Wert ermitteln?</p>
<p>Der Katalog ist kein konventioneller Ausstellungskatalog, sondern er vefolgt weiterhin den konzeptionellen Hintergrund der Ausstellungsreihe rauschhaus.</p>
<p style="text-align: justify;">rauschhaus(3) ist schon am Entstehen.</p>
<p><strong>Auf einen Blick:</strong><br />
<strong>rauschhaus(2) &#8211; (wert) werden</strong><br />
<strong> Katalog.Release.Party.</strong><br />
<strong> 15. April, 18 Uhr</strong><br />
<strong> Lincolnstrasse 5 /Gießen</strong><br />
<strong> Info: <a href=" http://rauschhaus.wordpress.com/about-rauschhaus/">rauschhaus.wordpress.com</a></strong></p>
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		<title>Inter, Queer, Trans? Zwei Vorträge zum Thema Geschlechtsidentität</title>
		<link>http://www.ausgehzwang.de/2011/02/10/inter-queer-trans-zwei-vortrage-zum-thema-geschlechtsidentitat/</link>
		<comments>http://www.ausgehzwang.de/2011/02/10/inter-queer-trans-zwei-vortrage-zum-thema-geschlechtsidentitat/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 10 Feb 2011 08:13:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fiona Sara Schmidt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kulturpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensstile]]></category>
		<category><![CDATA[Theorie]]></category>
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		<category><![CDATA[Dr. Heinz-Jürgen Voß]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlecht - Wider die Natürlichkeit]]></category>
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		<category><![CDATA[Jonas Jules Priese]]></category>
		<category><![CDATA[Konstruktion von biologischem Geschlecht]]></category>
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		<category><![CDATA[queer-feministischen Frauenreferats]]></category>
		<category><![CDATA[Schwulenreferat]]></category>
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		<category><![CDATA[Trans*menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Transsexuelle]]></category>
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		<description><![CDATA[GIESSEN / REST DER WELT Das Bundesverfassungsgericht hat vor einigen Tagen das Transsexuellengesetz gekippt. Es ist jetzt möglich, sich auch ohne Operationen offiziell als Mann oder Frau ausweisen zu können. Im Vorfeld konnte man sich in Gießen bei einer Vortragsreihe des autonomen queer-feministischen Frauenreferats und des Schwulenreferats über das Thema Geschlechtsidentität informieren. Mitte Januar war [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p>GIESSEN / REST DER WELT Das Bundesverfassungsgericht hat vor einigen Tagen das Transsexuellengesetz gekippt. Es ist jetzt möglich, sich auch ohne Operationen offiziell als Mann oder Frau ausweisen zu können.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.ausgehzwang.de/wp-content/uploads/2011/02/Are-you.png"><img class="alignleft size-full wp-image-5201" style="margin: 12px;" title="Are-you" src="http://www.ausgehzwang.de/wp-content/uploads/2011/02/Are-you.png" alt="" width="215" height="156" /></a>Im Vorfeld konnte man sich in Gießen bei einer Vortragsreihe des autonomen queer-feministischen <a href="http://www.uni-giessen.de/Frauenreferat/">Frauenreferats</a> und des <a href="http://www.schwulenreferat-gi.de/Home.html">Schwulenreferats</a> über das Thema Geschlechtsidentität informieren.</p>
<p style="text-align: justify;">Mitte Januar war Jonas Jules Priese im Margarete-Bieber-Saal zu Gast. Er studierte Kulturwissenschaften in Leipzig und präsentierte die Ergebnisse seiner Abschlussarbeit unter dem Titel „Trans* (-sexualität/-identität/-gender). Ein Kampf um Konzepte und darüber, wer sie definiert.“ Transsexualität ist laut der Internationalen Klassifizierung von Krankheiten der WHO eine Form der Geschlechtsidentitätsstörung („Transgender“ ist der nicht-klinische Begriff). Priese legte dar, wie Psycholog_innen und Sexualwissenschaftler_innen zunächst Transsexualität mit Homosexualität, Travestie und Intersexualität vermischen. Seit den 50er Jahren wurden Betroffene behandelt. Prominent wurde der Fall von <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Christine_Jorgensen">Christine Jorgensen</a>, der weltweit für Schlagzeilen sorgte und sogar „harte“ Themen wie Atomtests von den Titelseiten verdrängte.</p>
<p style="text-align: justify;">Seit den 60er und 70er Jahren ist auch in Deutschland eine Infrastruktur zur Behandlung vorhanden. Mit der zunehmenden Nutzung des Internets arbeiten Interessenverbände und Vereine seit Beginn der 90er Jahre verstärkt daran, Trans*menschen zu entstigmatisieren und ihre Interessen zu vertreten. Priese diskutierte mit den Zuhörer_innen die politisch relevante Frage, wie Trans*menschen in der wissenschaftlichen Literatur heute gesehen, benannt und auch behandelt werden. Als Vergleichsmaterial zog er Foren von Trans*verbänden heran. Auch alle, die schon einmal ein Buch von Judith Butler in der Hand hatten, konnten hier noch neues erfahren.</p>
<p style="text-align: justify;">Priese zeigte, dass die Frage der Diskursmacht gerade in der Sexualwissenschaft eine bedeutende Rolle spielt. In manchen wissenschaftlichen Veröffentlichungen findet sich überraschend wenig Verständnis. So ändert sich beispielsweise in einem Aufsatz die Anrede einer Person erst nach der geschlechtsangleichenden Operation („Frau Müller ist transsexuell und möchte sich operieren lassen&#8230; Seit der OP geht es Herrn Müller&#8230;“). Und: „Transsexuelle schließen manchmal eine Ehe mit normalen Menschen“. Der Sexualforscher Volkmar Sigusch prägte für die  sog. &#8220;normalen&#8221; Menschen übrigens den Begriff <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Cisgender">Cisgender</a>.</p>
<p style="text-align: justify;">Gesprochen wurde auch über den Unterschied zwischen Geschlechtsumwandlung und -angleichung. Letzteres kann unterschiedlich konnotiert sein: Wird bei einer Angleichung versucht, eine Ähnlichkeit zum „richtigen“ Geschlecht herzustellen oder wird der Körper der Psyche angeglichen, weil die Identität sowieso schon längst bestimmt ist? Wieso „Umwandlung“, wenn jemand sich immer dem anderen Geschlecht zugehörig gefühlt hat? Wichtige Fragen sind auch: Kann eine Entpathologisierung durch Betroffene herbeigeführt werden, oder muss die Wissenschaft gegen bestehende Mann/Frau-Bilder argumentieren? Und ist Transsexualität eine Krankheit oder nicht? Solange sie als psychische Krankheit klassifiziert wird, bezahlt die Krankenkasse eine Geschlechtsangleichung. Andererseits wollen sich viele überhaupt nicht operieren lassen und müssen daher ihren Vornamen behalten. Und sind Transsexuelle etwa normalisierungssüchtig, weil sie sich deutlich einem Geschlecht zuordnen wollen?</p>
<div id="attachment_5195" class="wp-caption alignleft" style="width: 190px"><a href="http://www.ausgehzwang.de/wp-content/uploads/2011/02/heinz-jürgen-voß.png"><img class="size-medium wp-image-5195 " title="heinz-jürgen-voß" src="http://www.ausgehzwang.de/wp-content/uploads/2011/02/heinz-jürgen-voß-180x300.png" alt="" width="180" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Dr. Heinz-Jürgen Voß im Café Foto: Bettina Enzenhofer</p></div>
<p>Am 27. Januar sprach  sich der Biologe <span style="color: #000000;">Dr. Heinz-Jürgen Voß in seinem Vortrag „Zur gesellschaftlichen Konstruktion von biologischem Geschlecht“ unmissverständlich gegen diesen Vorwurf aus. In einer Gesellschaft, die auf einer binären Geschlechtsidentität fußt, sei der soziale Erwartungsdruck auf Trans*menschen extrem hoch, sich ausschließlich einem Geschlecht zuzuordnen. Dabei zeigen gerade auch neuere biologische Forschungen, dass die geschlechtliche Mann/Frau-Polarität biologisch nicht haltbar ist. Auch in vielen populärwissenschaftlichen Veröffentlichungen zu dem Thema</span>, wird die Dualität  vorausgesetzt und enge die Debatte auf das Entweder/Oder ein. Voß verknüpfte in seinen Thesen Biologie und Geschlechterforschung und zeigte, dass der genetische Unterschied zwischen Frau und Mann viel kleiner und umstrittener ist, als von Nicht-Biolog_innen gedacht. Biologisch betrachtet gibt es viele Geschlechter, das biologische Geschlecht ist nach Voß&#8217; Ansicht genauso wie „gender“ eine gesellschaftliche Konstruktion.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Referent stützte sich auf anschauliche Beispiele und zeigte anhand historischer Quellen, wie in den Wissenschaften mit Intersexuellen („Hermaphroditen, Zwittern“) umgegangen wurde und wird. Den Zwang zu medizinisch nicht notwendigen Operationen im Kindesalter bezeichnete er als Verbrechen. Eine angeregte Diskussion, die von Kopfschütteln über Erstaunen bis hin zum begeisterten Zusammenfassen der biologischen Zusammenhänge reichte, ließ den Vortrag noch nachwirken. Weiterlesen auf Blog<a href=" http://dasendedessex.blogsport.de/"> http://dasendedessex.blogsport.de/</a> oder:</p>
<p style="text-align: justify;">Voß, Heinz-Jürgen (2011): Geschlecht &#8211; Wider die Natürlichkeit (Reihe theorie.org). Schmetterling Verlag, Stuttgart.</p>
<p style="text-align: justify;">Wer den _ und das * noch nicht kannte: Im Gegensatz zum geschlechtergerechten großen I in der Wortmitte, das auch die Leserinnen anspricht, stehen der Gender Gap und das Sternchen auch für all jene, um die es in diesem Text geht. Diese freien Interpretationsmöglichkeiten für Geschlechtszuweisungen in der Schrift stammen aus der Queer Theory. Die Verwendung ist zunächst etwas ungewohnt, schleicht sich aber schnell auch in die Handschrift ein.</p>
<p style="text-align: justify;">Und: Weniger wissenschaftlich wird die Arbeit der autonomen Referate am 18. März erfahrbar. Dann gibt es die nächste Party der großartigen Schwule-Mädchen-Reihe im AK44.</p>
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</ul></p>]]></content:encoded>
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		<title>Publikation „Heiner Müller sprechen“ blickt auf Gießener Symposium zurück</title>
		<link>http://www.ausgehzwang.de/2010/02/21/publikation-%e2%80%9eheiner-muller-sprechen%e2%80%9c-blickt-auf-giesener-symposium-zuruck/</link>
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		<pubDate>Sun, 21 Feb 2010 14:00:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rüdiger Oberschür</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Margarete-Bieber-Saal]]></category>

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		<description><![CDATA[Als Josef Bierbichler den Philoklet vorlas oder: Heiner Müller und kein Ende – Nach „Germania Tod in Berlin“, ein auch nach Angaben von Regisseur Hermann Schein „stilistisch frühes Stück“ des Dramatikers, blickt die jüngst erschienene Publikation „Heiner Müller sprechen“ auf das gleichnamige Symposium 2008 im Margarete-Bieber-Saal zurück Heiner Goebbels und Josef Bierbichler beim Heiner-Müller-Symposium im [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Als Josef Bierbichler den Philoklet vorlas oder: Heiner Müller und kein Ende – Nach <a href="http://www.stadttheater-giessen.de/?id=2112">„Germania Tod in Berlin“</a>, ein auch nach Angaben von Regisseur Hermann Schein „stilistisch frühes Stück“ des Dramatikers, blickt die jüngst erschienene Publikation „Heiner Müller sprechen“ auf das gleichnamige Symposium 2008 im Margarete-Bieber-Saal zurück</strong></p>
<h5 class="mceTemp">
<dl id="attachment_2404" class="wp-caption alignleft" style="width: 577px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.ausgehzwang.de/wp-content/uploads/2010/02/BierbichlerGoebbels-II.jpg"><img class="size-full wp-image-2404  " style="border: 1px solid black; margin: 6px;" title="BierbichlerGoebbels II" src="http://www.ausgehzwang.de/wp-content/uploads/2010/02/BierbichlerGoebbels-II.jpg" alt="" width="567" height="377" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd"> Heiner Goebbels und Josef Bierbichler beim Heiner-Müller-Symposium im Margarete-Bieber-Saal.                                                                                                             Bilder: ROstoff</dd>
</dl>
</h5>
<p><strong>GIESSEN.</strong> Die Tagung war eine Kooperation zwischen dem Institut für Angewandte Theaterwissenschaft, der Univeristé de Paris X, Nanterre und der Internationalen Heiner-Müller-Gesellschaft. Herausgeber des Bandes sind der ehemals in Gießen tätige Professor Nikolaus Müller-Schöll und Heiner Goebbels, Direktor des Gießener Instituts.</p>
<p>Das Symposium rückte die chorisch angelegten Stücke und Textflächen Müllers in den Fokus der Auseinandersetzung. Darunter versammelt der Band gehaltene Vorträge, Erfahrungsberichte aus der künstlerischen Praxis, etwa von Patrick Primavesi zur Theaterarbeit mit Müllers „Hamletmaschine“, wie auch Beiträge aus dem Bereich der Müller-Übersetzung von Helene Varopoulou oder Carl Weber.</p>
<p>Die Gießener Theaterwissenschaftlerin Petra Bolte-Picker setzt sich in ihrem Essay „Von Gesten und Matrizen“ mit der Distanzierung zum Text anhand der „Quartett“-Inszenierung der belgischen Tanz-Compagnie „Rosas/tg Stan“ von 1999 auseinander. Jörn Etzold, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Gießener Institut, rollt Müllers Lehrstück „Mauser“ mit der These auf, dass das Stück die „Wiederaufnahme des tragischen Sprechens“ in Szene setze. Friederike Thielmann, ebenfalls Gießen, blickt noch einmal zurück auf die zentrale künstlerische Arbeit des Symposiums: Laurent Chetouanes als Tanzsolo inszenierter Müller-Monolog „Bildbeschreibung“.</p>
<p><a href="http://www.ausgehzwang.de/wp-content/uploads/2010/02/BierbichlerGoebbels-I1.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-2405" style="border: 1px solid black; margin: 6px;" title="BierbichlerGoebbels I" src="http://www.ausgehzwang.de/wp-content/uploads/2010/02/BierbichlerGoebbels-I1-300x197.jpg" alt="" width="300" height="197" /></a>Zentrales Ereignis des Symposiums war der Auftritt Josef Bierbichlers im Margarete-Bieber-Saal. Sein Vortrag vom „Bericht des Großvaters“ sowie Müllers „Philoklet“-Adaption ist als CD beigelegt. Sehr erfrischend, für Einsteiger wie Kenner der Materie, ist das nicht ganz eins zu eins abgedruckte Podiumsgespräch zwischen Bierbichler, Goebbels und den anwesenden Theaterwissenschaftlern.</p>
<p>Der Grund für Bierbichlers geradezu monotonen Sprechgestus bezüglich der ausgewählten Müller-Texte wird im Band analytisch überaus passend von Helga Finters Essay „Mit den Ohren hören“ aufgefangen und auf das Schreiben des Autors selbst zurückgeführt. Sicher ist „Heiner Müller sprechen“ Fachliteratur, doch gerade dieser Band schafft es, nicht nur wissenschaftlich daherzukommen und somit auch für ‚normale’ Theatergänger wie Kulturschaffende eine spannende Lektüre zu bieten.</p>
<p><em>„Heiner Müller sprechen“, <a href="http://www.theaterderzeit.de">Verlag Theater der Zeit</a>, Berlin, 293 Seiten + CD.</em></p>
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		<title>Subkultur im ehemaligen Jugoslawien</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Feb 2010 15:09:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rüdiger Oberschür</dc:creator>
				<category><![CDATA[Theorie]]></category>
		<category><![CDATA[Azra]]></category>
		<category><![CDATA[Elektricni Orgazam]]></category>
		<category><![CDATA[Idoli]]></category>
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		<category><![CDATA[Tito]]></category>

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		<description><![CDATA[„Die Gedanken sind blockfrei“: Johannes Ullmaier und Natalja Kyaw halten aufschlussreichen Vortrag mit Hörbeispielen zu Punk und New Wave in Titos Vielvölkerstaat GIESSEN. Sie hießen und heißen Azra, Laibach, Elektricni Orgazam oder Idoli und hatten stilistisch mit ihren westlichen Pendants mehr gemein, als man zunächst vermuten würde: Punk- und New-Wave-Bands im ehemaligen Jugoslawien. Unter dem [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>„Die Gedanken sind blockfrei“: Johannes Ullmaier und Natalja Kyaw halten aufschlussreichen Vortrag mit Hörbeispielen zu Punk und New Wave in Titos Vielvölkerstaat<br />
</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>GIESSEN.</strong> Sie hießen und heißen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Branimir_Štulić#Azra">Azra</a>, <a href="http://www.laibach.nsk.si/">Laibach</a>, <a href="http://www.elektricniorgazam.com/">Elektricni Orgazam</a> oder <a href="http://www.lastfm.de/music/Idoli">Idoli</a> und hatten stilistisch mit ihren westlichen Pendants mehr gemein, als man zunächst vermuten würde: Punk- und New-Wave-Bands im ehemaligen Jugoslawien. Unter dem Titel „Die Gedanken sind blockfrei“ hielten <a href="http://www.single-generation.de/pop/johannes_ullmaier.htm">Dr. Johannes Ullmaie</a>r von der Guttenberg-Universität Mainz und <a href="http://www.gose.geschichte.uni-muenchen.de/personen/doktoranden/kyaw/index.html">Natalja Kyaw</a> von der Maximilians-Universität München im rappelvollen Kulturcafé Giramondi einen aufschlussreichen Vortrag nebst Hörspielen über die subkulturelle Bewegung. Die Veranstaltung fand im Rahmen der kulturwissenschaftlichen Reihe <a href="http://www.uni-giessen.de/cms/fbz/fb04/institute/geschichte/osteuropa/termin_oeffentlich/mehr-als-tito-und-cevapcici-2013-jugoslawien-monat-an-der-jlu-gie">„Mehr als Tito und Ćevapčići“</a> des Instituts für Slavistik der Justus-Liebig-Universität statt.</p>
<h5 class="mceTemp">
<dl id="attachment_1911" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.ausgehzwang.de/wp-content/uploads/2010/01/Tito-6.jpg"><img class="size-medium wp-image-1911  " style="border: 1px solid black; margin: 7px;" title="Tito 6" src="http://www.ausgehzwang.de/wp-content/uploads/2010/01/Tito-6-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Ullmaier und Kyaw im Café Giramondi.                      Bilder: ROstoff</dd>
</dl>
</h5>
<p>Ullmaier und Kyaw vermittelten einen interessanten Eindruck über die Komplexität der jugoslawischen Szene, die in Titos blockfreiem Vielvölkerstaat allerhöchstens unter „repressiver Toleranz“ zu leiden hatte, wie Ullmaier es zusammenfasst. Einerseits schafften es Bands wie <a href="http://www.myspace.com/pankrti">Pankrti</a> – nach eigenen Angaben die „erste Punk-Band hinter dem Eisernen Vorhang – die serbisch-kroatisch-slowenischen Sprachgrenzen zu überspringen, Kultstatus zu erlangen und sogar im viel strikteren Polen Fangemeinden zu erschließen. Jugoslawien gehörte eben nicht unmittelbar zum Einflussbereich der repressiven Sowjetunion und so waren auch radikale Künstlerexistenzen wie die eines <a href="http://satanpanonski.blog.hr/">Satan Panonski</a> oder Kollektive wie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Neue_Slowenische_Kunst">Neue Slowenische Kunst</a> möglich. Die Bewegung war dabei genauso von allgemeiner Subversion wie fragwürdiger Provokation mithilfe faschistischer Symbole geprägt wie etwa die englischen „Sex Pistols“. Ebenso schafften es Bands wie „Idoli“ oder „Disciplina kicme“ ihren westlichen New-Wave-Kollegen an klanglicher Avantgarde problemlos aufzuschließen. Ullmaier betonte dabei auch verschiedene Paradoxien innerhalb der Szene, wie die Tatsache, dass viele dieser Bands, die textlich auch äußerst kritisch waren, trotzdem durch staatliche Kulturtöpfe gefördert wurden. Aber gerade so konnten die Bands ihren Teil zu einem jugoslawischen Intellektualismus, Urbanismus und Modernismus beitragen.</p>
<p><em>Die Veranstaltungsreihe geht am 3. Februar ab 10 Uhr mit dem Film „Red Coloured Grey Truck“ im Philosophikum II weiter und endet am 9. Februar um 18 Uhr im Philosophikum I mit Dorde Tomics Vortrag „Die studentische Bewegung im Serbien der Ära Milosovic“.</em></p>
<p><em>
<a href='http://www.ausgehzwang.de/2010/02/01/subkultur-im-ehemaligen-jugoslawien/tito-10/' title='Tito 10'><img width="150" height="150" src="http://www.ausgehzwang.de/wp-content/uploads/2010/02/Tito-10-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Tito 10" title="Tito 10" /></a>
<a href='http://www.ausgehzwang.de/2010/02/01/subkultur-im-ehemaligen-jugoslawien/tito-9/' title='Tito 9'><img width="150" height="150" src="http://www.ausgehzwang.de/wp-content/uploads/2010/02/Tito-9-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Tito 9" title="Tito 9" /></a>
<a href='http://www.ausgehzwang.de/2010/02/01/subkultur-im-ehemaligen-jugoslawien/tito-8/' title='Tito 8'><img width="150" height="150" src="http://www.ausgehzwang.de/wp-content/uploads/2010/02/Tito-8-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Tito 8" title="Tito 8" /></a>
<a href='http://www.ausgehzwang.de/2010/02/01/subkultur-im-ehemaligen-jugoslawien/tito-7/' title='Tito 7'><img width="150" height="150" src="http://www.ausgehzwang.de/wp-content/uploads/2010/02/Tito-7-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Tito 7" title="Tito 7" /></a>
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<a href='http://www.ausgehzwang.de/2010/02/01/subkultur-im-ehemaligen-jugoslawien/tito-4/' title='Tito 4'><img width="150" height="150" src="http://www.ausgehzwang.de/wp-content/uploads/2010/02/Tito-4-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Tito 4" title="Tito 4" /></a>
<a href='http://www.ausgehzwang.de/2010/02/01/subkultur-im-ehemaligen-jugoslawien/tito-3/' title='Tito 3'><img width="150" height="150" src="http://www.ausgehzwang.de/wp-content/uploads/2010/02/Tito-3-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Tito 3" title="Tito 3" /></a>
<a href='http://www.ausgehzwang.de/2010/02/01/subkultur-im-ehemaligen-jugoslawien/tito-2/' title='Tito 2'><img width="150" height="150" src="http://www.ausgehzwang.de/wp-content/uploads/2010/02/Tito-2-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Tito 2" title="Tito 2" /></a>
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<br />
</em></p>
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