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	<title>Ausgehzwang &#187; Kulturpolitik</title>
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		<title>Neues aus der JVA Butzbach. Künstler hinter Gittern zeigen was sie können</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Sep 2011 17:54:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marko Karo</dc:creator>
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<div id="attachment_7428" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://www.ausgehzwang.de/wp-content/uploads/2011/09/Blick-in-die-Ausstellung-2.jpg"><img class="size-medium wp-image-7428" title="Blick-in-die-Ausstellung-2" src="http://www.ausgehzwang.de/wp-content/uploads/2011/09/Blick-in-die-Ausstellung-2-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Plastiken der Häftlinge</p></div>
<p style="text-align: justify;">Bereits zwei Jubiläumsausstellungen zum Projekt „Kunst im Strafvollzug“ hat es in Gießen gegeben: 2001 zum zwanzigsten und fünf Jahre später zum 25-jährigen Bestehen. Unter der Überschrift „Kunst im Knast“ wurde in den Räumen des KiZ (Kultur im Zentrum) am vergangenen Donnerstagabend (15. September 2011) eine Ausstellung zum 30. Geburtstags des Gefängnis-Kunstprojekts eröffnet. Zu der Vernissage kam eigens der Justizminister Jörg-Uwe Hahn aus Wiesbaden. Außerdem gehörte die Kulturdezernentin und Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz zu den Ehrengästen. Das Projekt, das seit 3 Jahrzehnten in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Butzbach besteht, wurde durch Jörg Peter Linke, Leiter der Einrichtung, sowie der Projektleiterin Regina Börke vertreten. Auch Projektteilnehmer bzw. ehemalige Häftlinge, die jedoch anonym blieben, waren unter den Gästen. Die Redebeiträge zu der Eröffnungsfeier begannen mit 20-minütiger Verspätung und zunächst ohne den Justizminister, weil dieser aus Wiesbaden kommend im Berufsverkehr stecken blieb.</p>
<div id="attachment_7430" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://www.ausgehzwang.de/wp-content/uploads/2011/09/Handschuh.jpg"><img class="size-medium wp-image-7430" title="Handschuh" src="http://www.ausgehzwang.de/wp-content/uploads/2011/09/Handschuh-300x224.jpg" alt="" width="300" height="224" /></a><p class="wp-caption-text">O.T., R. Ziegler, Farbstiftzeichnung, DinA2, 2009</p></div>
<p style="text-align: justify;">Endlich da, betonte Jörg-Uwe Hahn, nun als letzter Redner, dass die Wichtigkeit kunstbezogener Resozialisierungsangebote kaum mehr in Frage stehe, und heute im Bereich Sport und Freizeit in den Haftanstalten verankert sei. Den möglichen Eindruck entgegentretend, die kunstpädagogischen Aktivitäten seien zur Zerstreuung der Häftling da, unterstrich der Minister die positiven Effekte die durch solcherlei Programme zur „Wiedereingliederung ins soziale Umfeld“ entstehen können.</p>
<p style="text-align: justify;">Vordem hatte sich Haftanstaltsleiter Jörg Peter Linke in seine einleitenden Worten „außerordentlich beeindruckt“ angesichts der „Vielzahl der Gäste“ gezeigt. Und Dietlind Grabe-Bolz führte in ihrer Rede das hohe Publikumsinteresse auf die Anziehungskraft des ungewöhnlichen Kunstprojekts zurück, denn schließlich bringe „man nicht unbedingt Kunst und Knast miteinander in Verbindung“. Sie unterstrich außerdem, dass seit der Pilotphase im Jahre 1981 eine enge „personelle, wie inhaltliche“ Verbindung zu Gießener Bürgern bestehe. Hinweisend auf Prof. Hermann K. Ehmer von der Justus-Liebig-Universität, der das Projekt konzipiert hatte, würdigte sie die heute überwiegend ehrenamtliche Arbeit. Ausgebildete Kunstpädagogen, aber vor allem auch Studierende begleiteten seit 1981 kontinuierlich Insassengruppen aus der JVA, und zeigen damit „gesellschaftliches Engagement“.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Kunstprojekt-Leiterin Regina Börke erinnerte in ihrer gehaltvollen Einführung daran, dass es ein Insassenvertreter selbst war, der sich seinerzeit an den Gießener Professor wandte, und nach einem kunstpädagogischen Angebot fragte. Zur prägenden Leitidee des Kunstprojekts gehört seither, mithilfe der ästhetischen Praxis die kreativen Potentiale der Häftlinge zu fördern und erlebbar zu machen, um über eine „sinnvolle Freizeitgestaltung“ Selbstbefragungen zu initialisieren und zur Reflexion anzuregen. Zudem soll der Radius zur „Selbstdarstellung und Selbsterfahrung“ durch die künstlerische Gestaltung vergrößert werden.</p>
<div id="attachment_7429" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://www.ausgehzwang.de/wp-content/uploads/2011/09/Hahn_Grabe-Bolz.jpg"><img class="size-medium wp-image-7429" title="Hahn_Grabe-Bolz" src="http://www.ausgehzwang.de/wp-content/uploads/2011/09/Hahn_Grabe-Bolz-300x211.jpg" alt="" width="300" height="211" /></a><p class="wp-caption-text">Gaben sich die Ehre: Minister Jörg-Uwe Hahn; Dietlind Grabe-Bolz</p></div>
<p style="text-align: justify;">Die derzeitige Ausstellung zeigt welche kaleidoskopische Gestaltungsvielfalt dies konkret nach sich ziehen kann: Zeichnungen mit Farbstift und Kuli, Acrylfarbe auf Leinwand, figürliche Plastiken, Video und fotographische Kunstwerke sind im KiZ versammelt. Neben Szenen und Beobachtungen aus dem Knastalltag (etwa Zellen-Ausschnitte, (teils imaginierte) Blicke aus Fenstern, Häftlinge bei ihrer handwerklichen Tätigkeit) sind es vor allem Arbeiten die das Innenleben zum Ausdruck bringen (Familienzeichnungen, Selbstportraits) – Anrührend, berührend und manchmal auch irritierend. Neben den freien Gestaltungen nehmen thematisch gerahmte Aufgaben (z.B. „Ich und andere“, „Doppelportraits“), die auch in Gruppen- und Partnerarbeit entstehen, einen großen Raum ein.</p>
<div id="attachment_7431" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://www.ausgehzwang.de/wp-content/uploads/2011/09/Vernissage.jpg"><img class="size-medium wp-image-7431" title="Vernissage" src="http://www.ausgehzwang.de/wp-content/uploads/2011/09/Vernissage-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Viele Vernissage-Besucher</p></div>
<p style="text-align: justify;">Über die praktische Arbeit in der JVA Butzbach informiert zudem ein reichbebildeter Katalog „Kunst im Knast 3“, der von der Gefangenenhilfe Butzbach e.V. herausgeben und finanziert wird. Es lohnt sich, den Katalog zu erwerben. Er gibt nicht nur dank des Beitrags von Prof. Marcel Baumgartner (Kunsthistoriker JLU) eine Einführung zum Thema „Knast und Kunst“, sondern schildert sehr direkt die Projekte vor Ort. Zudem sind Kommentare von Häftlingen abgedruckt, die die seelischen Befindlichkeiten dem Leser vor Augen führen können, wie etwa folgender Auszug aus den Notizen von Volker Engel:</p>
<p style="text-align: justify;">„Beim Zeichnen fühle ich mich meinem Sohn auch hier in der Haft wesentlich näher. Außerdem gibt es mir eine gewisse Ruhe und die Möglichkeit, meine eigene Kreativität zu entdecken.“</p>
<p style="text-align: justify;">Ansehen kann man sich die Ausstellung noch bis zum 30. Oktober 2011 im KiZ.</p>
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		<title>Eine Stadt lebt Theater. Sylvia Lutz reiste zum kunstvollen Ausnahmezustand nach Südfrankreich.</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Aug 2011 09:12:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sylvia Lutz</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.ausgehzwang.de/wp-content/uploads/2011/08/Stra%C3%9Fenk%C3%BCnste_Avignon.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-7138" style="margin: 12px;" title="Straßenkünste_Avignon" src="http://www.ausgehzwang.de/wp-content/uploads/2011/08/Stra%C3%9Fenk%C3%BCnste_Avignon-300x259.jpg" alt="" width="300" height="259" /></a>AVIGNON. Alljährlich im Juli verwandelt sich Wetzlars südfranzösische Partnerstadt in einen Magneten für Theaterbegeisterte aus der ganzen Welt. Intra-muros wie extra-muros (also in der Altstadt wie außerhalb der imposanten Stadtmauern) wird jedes verfügbare Bett vermietet und die Stadt der Päpste wächst mindestens auf das Siebenfache ihrer Einwohnerzahl an. Das Festival von Avignon zählt zu den bedeutendsten seiner Art. Vom 6. bis 26. Juli sind mehr als 30 internationale Theater- und Tanzproduktionen im sogenannten „In“-Programm geplant. Hinzu kamen Ausstellungen, begleitende Kinovorführungen und viele Gelegenheiten für Gespräche mit Künstlern und Veranstaltern.</p>
<p style="text-align: justify;">Mit dem diesjährigen artiste associé Boris Charmatz legt das Festival in seiner 65. Ausgabe einen Schwerpunkt auf Tanz. Der französische Ausnahme-Choreograf eröffnete am 7. Juli das Festival im Papstpalast mit seinem Abend ENFANT (Kind). Zehn Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren und neun Tänzer aus sechs Nationen bevölkern dabei die Bühne. Für die Thematisierung des Verhältnisses zwischen Kindern und Erwachsenen schafft Charmatz ein choreografisches Ereignis mit großer visueller Aussagekraft, das berühren, aber auch verstören will.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.ausgehzwang.de/wp-content/uploads/2011/08/Begegnungen-unheimlicher-Ar.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-7137" style="margin: 12px;" title="Begegnungen-unheimlicher-Ar" src="http://www.ausgehzwang.de/wp-content/uploads/2011/08/Begegnungen-unheimlicher-Ar-237x300.jpg" alt="" width="237" height="300" /></a>Die Choreografen William Forsythe (UNWORT 14.-24.07.), Meg Stuart (VIOLET 19.-25.07.), Xavier Le Roy (LOW PIECES 19.-25.07.) sowie die Belgierin Anne Teresa De Keersmaeker setzten weitere Höhepunkte des Festivals. Letztere zeigt ihr Stück CESENA (16.-19.07.) bereits am frühen Morgen um 4.30 Uhr auf der Freilichtbühne vor der historischen Kulisse des Papstpalastes.</p>
<p style="text-align: justify;">Doch gespielt wird in Avignon, nicht nur in ehrwürdigen Kirchen und Klöstern, einem beeindruckenden Steinbruch und dem Opernhaus, sondern auch auf der Straße, den Plätzen, in jeder Garage und jedem Hinterhof – das „Off“ bringt das Festival zum Kochen! Im „inoffiziellen“ Teil kann jeder mitmachen und so wetteifern überall Plakate und Artisten um die Aufmerksamkeit des Publikums. Mit etwas Glück spürt man interessante neue Theaterformen und Künstler unter den 1000 teilnehmenden Gruppen auf – oder man taucht einfach ein in die besondere Atmosphäre dieser Stadt im kunstvollen Ausnahmezustand.</p>
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		<title>Projektförderungen von Kommunaler Arbeitsgemeinschaft Gießen – Wetzlar beschlossen</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Jun 2011 05:18:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stephanie Jackson-Nöcker</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die AG „Kultur“ der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft Gießen – Wetzlar hat in ihrer Sitzung am 18. Mai 2011 bekanntgegeben, dass aus dem Kulturfond zwei Projekte gefördert werden. Die Gießener Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz und Sigrid Kornmann, in Vertretung des Wetzlarer Oberbürgermeisters Wolfram Dette, begründeten den Entschluss zwei Projekte zu unterstützen damit, dass beide gleichermaßen dem gefordeten künstlerischen [...]
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</ul>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.ausgehzwang.de/wp-content/uploads/2011/05/3stepscrew_rauschhaus.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-6902" title="3stepscrew_rauschhaus" src="http://www.ausgehzwang.de/wp-content/uploads/2011/05/3stepscrew_rauschhaus.jpg" alt="" width="219" height="304" /></a>Die AG „Kultur“ der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft Gießen – Wetzlar hat in ihrer Sitzung am 18. Mai 2011 bekanntgegeben, dass aus dem Kulturfond zwei Projekte gefördert werden. Die Gießener Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz und Sigrid Kornmann, in Vertretung des Wetzlarer Oberbürgermeisters Wolfram Dette, begründeten den Entschluss zwei Projekte zu unterstützen damit, dass beide gleichermaßen dem gefordeten künstlerischen Anspruch gerecht werden und den Förderrichtlinien der Städtekooperation entsprechen. Für das Jahr 2011 werden damit insgesamt rund 7.400 € bewilligt.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein Teil davon geht an das Projekt „river tales # event of urban art“ der Künstlergruppe<a href="http://www.3steps.de/category/news/"> 3Steps Crew</a> aus Gießen. Mit großformatigen Wandgestaltungen und Graffiti-Arbeiten bezieht sich das Kunstprojekt mit zeitgenössischer, internationaler Kunst auf den öffentlichen Raum. Die Aufwertung der Flächen durch die Gestaltung erhöhe die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger bezogen auf den öffentlichen Erlebnisraum und solle den Dialog zwischen zeitgenössischer Kunst, Kultur, Bürgern und Künstlern „ohne feste Öffnungszeiten und ohne Eintritt“ ermöglichen, so die Initiatoren.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch bei dem zweiten geförderten Projekt handelt es sich um ein Ausstellungsprojekt. „<a href="http://rauschhaus.wordpress.com/">rauschhaus</a>“ (Gießen) stellt jedoch eine temporäre, interdisziplinäre Ausstellungsplattform dar. Der Städtebauliche Leerstand wird zum Produktionsraum verschiedener künstlerischer Ausdrucksformen und Kunstdarbietungen. Auch in diesem Projekt sind die Interaktion zwischen Kunstproduzenten und Öffentlichkeit, ihr Ideenaustausch und die gemeinsame Reflexion wesentliche konzeptuelle Bestandteile.</p>
<p style="text-align: justify;">Bis zum 31. März 2012 sind alle Kulturschaffenden in Gießen und Wetzlar aufgefordert ihre Projektanträge für 2012 bei den jeweiligen Kulturämtern der Städte einzureichen. Auf Nachfrage erteilen die Kulturämter auch gerne Auskünfte über Richtlinien und geben Hilfe bei der Antragstellung.</p>
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
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		<title>Gießener Künstlerkollektiv „rauschhaus“ veröffentlicht Katalog</title>
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		<pubDate>Sat, 23 Apr 2011 20:04:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gastbeitrag</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kulturpolitik]]></category>
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		<category><![CDATA[Gießener Kunstszene]]></category>
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		<category><![CDATA[Katalog]]></category>
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		<description><![CDATA[GIESSEN. Was vor zwei Jahren als spontane Idee begann, ist nun auch in Buchform nachzulesen. Anlässlich der Katalogpublikation haben die Kuratoren Julia Blawert und Matthias Lange am 15. April 2011 zu einem Fest ins „rauschhaus“-Atelier eingeladen. Christopher Pramstaller war für ausgehzwang.de dabei und hat auch einen Blick in den Katalog geworfen. Ein Haus, sechs Wohnungen [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.ausgehzwang.de/wp-content/uploads/2011/04/rauschhaus.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-6654" style="margin: 12px;" title="rauschhaus" src="http://www.ausgehzwang.de/wp-content/uploads/2011/04/rauschhaus-300x224.jpg" alt="" width="300" height="224" /></a>GIESSEN. Was vor zwei Jahren als spontane Idee begann, ist nun auch in Buchform nachzulesen. Anlässlich der Katalogpublikation haben die Kuratoren Julia Blawert und Matthias Lange am 15. April 2011 zu einem Fest ins „rauschhaus“-Atelier eingeladen. Christopher Pramstaller war für ausgehzwang.de dabei und hat auch einen Blick in den Katalog geworfen.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein Haus, sechs Wohnungen und einundzwanzig leere Zimmer in den Gießener Dulles-Siedlungen. Nicht mehr als ein künstlerischer Null-Wert, ein verlassener Raum und die Frage „Was ist Kunst?“, standen zur Verfügung, als Julia Blawert und Matthias Lange Ende 2009 das „rauschhaus“ initiierten. Künstler aus verschiedensten Bereichen sollten dort arbeiten, wo sonst nichts mehr passiert, um diesen Ort neu zu beleben. In kürzester Zeit entstanden dort Arbeiten die der Öffentlichkeit präsentiert wurden. Die Initiatoren wollten ihre Artefakte Mitten ins Leben holen, hinein in den Alltag, um mit der Fülle der gezeigten Werke, Performances und Aktionen die Besucher mit Reizen zu überfluten, ihre Rationalität auszuschalten, um einen direkten und unvermittelten Zugang zur Kunst zu ermöglichen – ganz ohne überbordende Verkopfung, abseits von sterilen Galerien und unzugänglichen Ausstellungen und ohne einen repräsentativen Museumsbau.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.ausgehzwang.de/wp-content/uploads/2011/04/rauchhaus2.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-6653" style="margin: 12px;" title="rauchhaus2" src="http://www.ausgehzwang.de/wp-content/uploads/2011/04/rauchhaus2-300x255.jpg" alt="" width="300" height="255" /></a>Das künstlerische Kollektivereignis stieß 2009 bereits auf positive Resonanz in Presse und Öffentlichkeit, und so kann es nicht verwundern, dass „rauschhaus“ gleich ein Jahr später, im September und Oktober 2010, fortgesetzt wurde und auch in der zweiten Auflage erneut Besucher begeisterte. Auch 2010 hatten sich zahlreiche Künstler für mehrere Wochen, zum diskutieren und arbeiten, zusammengefunden, um aus dem Nichts ein Kunsterlebnis zu erschaffen, das die Gießener Kunstszene jenseits gängiger Verwertungskanäle um eine Platt- und Ausdrucksform bereicherte.</p>
<p style="text-align: justify;">Das sich „rauschhaus“ durch den Versuchscharakter stets griffigen Definitionen zu entziehen sucht und künstlerische Nischen aufspürt, spiegelt sich auch im aktuell erschienen Buch wieder, das sich nicht an gängige Katalog-Konzepte reibungslos anschließt. Dem Leser wird darin nur ein vager Eindruck der Kunstwerke vermittelt. Überwiegend sind in den Fragmenten die augenblicklichen Entstehungs- und Ausstellungs<em>rausches</em> nachgezeichnet, in die sich der Leser vertiefen kann. Dabei steht immer das Konzept des „rauschhaus“ und Arbeit der Künstler im Mittelpunkt. Nicht die Darstellung der fertig gestellten Kunstwerke dominiert die Seiten, sondern der Prozess, die Überlegungen und die Vergänglichkeit des Projekts selbst.</p>
<p style="text-align: justify;">Entstanden ist dabei nicht nur ein Konzept-Katalog, der das „rauschhaus“ dokumentiert, sondern gleichzeitig ein eindrucksvoller Kompass der alternativen Gießener Kunstszene. Auch wenn der Katalog nur einen kleinen Ausschnitt dessen zeigt, was in Gießener Köpfen vor sich geht, so ist die Lektüre des handlichen Kompendiums den Gießener Kunstinteressierten sehr zu empfehlen. Erhältlich ist das Buch für zwölf Euro unter rauschhaus@gmx.de, im Greenhill Skateshop und bei der Kümmerei.</p>
<p>Rauschhaus (3) entsteht übrigens bereits.</p>
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		<title>„Abends im Kulturrathaus“ nix los</title>
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		<pubDate>Sat, 09 Apr 2011 07:28:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marko Karo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Abends im Kulturrathaus]]></category>
		<category><![CDATA[Gießener Allgemeine]]></category>
		<category><![CDATA[Gießener Anzeiger]]></category>
		<category><![CDATA[Kammerorchester des Philharmonischen Orchesters Gießen]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturamt der Stadt Gießen]]></category>
		<category><![CDATA[Kunsthalle Gießen]]></category>
		<category><![CDATA[Manfred Merz]]></category>
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		<description><![CDATA[Eingangshalle des Kulturrathauses um 21.15 Uhr GIESSEN. Unter dem Motto „Abends im Kulturrathaus“ hat das Kulturamt der Stadt Gießen kooperierend mit dem Stadttheater Gießen am gestrigen Mittwoch (6. April 2011) von 19 bis 23 Uhr ins sog. Kulturrathaus eingeladen. Leider muss dieser Titel rückblickend um „nix los“ erweitert werden. Der Getränkestand wurde um 21.15 Uhr [...]
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<dl id="attachment_6394" class="wp-caption alignleft" style="width: 209px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.ausgehzwang.de/wp-content/uploads/2011/04/Eingangsbereich-um-21.15-Uh.jpg"><img class="size-medium wp-image-6394" title="Eingangsbereich-um-21.15-Uh" src="http://www.ausgehzwang.de/wp-content/uploads/2011/04/Eingangsbereich-um-21.15-Uh-199x300.jpg" alt="" width="199" height="300" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Eingangshalle des Kulturrathauses um 21.15 Uhr</dd>
</dl>
</div>
<p style="text-align: justify;">GIESSEN. Unter dem Motto „Abends im Kulturrathaus“ hat das Kulturamt der Stadt Gießen kooperierend mit dem Stadttheater Gießen am gestrigen Mittwoch (6. April 2011) von 19 bis 23 Uhr ins sog. Kulturrathaus eingeladen. Leider muss dieser Titel rückblickend um „nix los“ erweitert werden. Der Getränkestand wurde um 21.15 Uhr bereits abgebaut, denn zu dieser Uhrzeit war nur noch im Konzertsaal etwas Leben. Dort spielten ab 19.30 Uhr das Kammerorchester des Philharmonischen Orchesters Gießen unter der Leitung des GMDs Carlos Spierer und die Harfenistin Hye-Jin Kang. Während einer kurzen Unterbrechung des Konzerts trat Carlos Spierer vor den Konzertsaal und musste dort verwundert feststellen, dass der Caterer gerade seine Arbeit beendete. Auf sein Geheiß, wurde ganz geschwind der Getränkstand wieder aufgebaut, um dem Publikum nach den symphonischen Leckerbissen doch noch die Möglichkeit zu geben diese mit einem Drink ‚herunterzuspülen’. „Wenn man nicht immer alles selber macht“ – wird er sich gedacht haben.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.ausgehzwang.de/wp-content/uploads/2011/04/Manfred-Merz.jpg"><img class="size-medium wp-image-6395" title="Manfred-Merz" src="http://www.ausgehzwang.de/wp-content/uploads/2011/04/Manfred-Merz-300x237.jpg" alt="" width="300" height="237" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><div id="attachment_6395" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><p class="wp-caption-text">Manfred Merz während seiner Lesung in der Stadtbibliothek</p></div></p>
<p style="text-align: justify;">Zuvor hatte Thomas Schmitz-Albohn (Leitender Kulturredakteur des Gießener Anzeigers) um 19.15 Uhr die abendlichen Sonderveranstaltungen mit einer Lesung in der Stadtbibliothek eröffnet. Die Bibliotheksmitarbeiter_Innen um Leiter Guido Krell hatten neben dem Üblichen (Ausleihen und Lesen) ein Lesungsprogramme in den Räumen der Bibliothek im 1. Stockwerk arrangiert. Bereits die zweite Lesung des Schauspielers Sebastian Songin war aber – wie zu hören war – beklagenswert besucht, weil das zugleich stattfindende Rathauskonzert Besucher gebunden hatte. Was für die zweite Lesung galt, galt auch für die Sonderführungen zur Rosa Loy Ausstellung in der KUNSTHALLE Gießen. Alle drei Termine (um 20/ 21/ 22 Uhr) konnten wegen mangelndem Interesse nicht realisiert werden. Das letzte Lese-Wort des Abends hatte um 22 Uhr Manfred Merz. Ausgewählt hatte der Leiter der Kulturredaktion der Gießener Allgemeinen Zeitung 5 seiner samstäglichen Kolumnentexte „Nachlese“.</p>
<p style="text-align: justify;">An mangelndem Organisationswillen der städtischen Einrichtungen scheiterte der Abend nicht &#8211; es fehlten nur die Gießener_Innen, die sich für „Bücher, Bilder und Musik“ (so das 2. Motto) interessiert hätten. Die Bildungsbürger und Studierenden der Bildungsrepublik Deutschland saßen lieber vor der Glotze.</p>
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		<title>Kulturpolitik 2.0: www.kulturentwicklungsplanung-fuer-Giessen.de</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Feb 2011 06:21:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marko Karo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kulturpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Annette Eidmann]]></category>
		<category><![CDATA[Dietlind Grabe-Bolz]]></category>
		<category><![CDATA[Dr. Friedhelm Häring]]></category>
		<category><![CDATA[Gießen]]></category>
		<category><![CDATA[Harald Scherer]]></category>
		<category><![CDATA[Jörg Wagner]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturamt Gießen]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturdezernentin]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturentwicklungsplan]]></category>
		<category><![CDATA[Kümmerei]]></category>
		<category><![CDATA[Manuela Weichenrieder]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ausgehzwang.de/?p=4632</guid>
		<description><![CDATA[GIESSEN. Die Stadt Gießen und das Kulturamt derselben  suchen nach einem zeitgemäßen Referenzrahmen für ihre Kulturpolitik. Kulturträger und kulturbegeisterte Einwohner sind aufgerufen sich an der Diskussion um ein kulturpolitisches Leitbild zu beteiligen. Aktivierende Kulturpolitik heißt aber zunächst Bestandsaufnahme: Gießener Kulturakteure haben bis zum 18. Februar 2011 die Möglichkeit, sich selbst und ihre Aktivitäten auf der [...]
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</ul>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">GIESSEN. Die Stadt Gießen und das Kulturamt derselben  suchen nach einem zeitgemäßen Referenzrahmen für ihre Kulturpolitik. Kulturträger und kulturbegeisterte Einwohner sind aufgerufen sich an der Diskussion um ein kulturpolitisches Leitbild zu beteiligen. Aktivierende Kulturpolitik heißt aber zunächst Bestandsaufnahme: <strong>Gießener Kulturakteure haben bis zum 18. Februar 2011 </strong>die Möglichkeit, sich selbst und ihre Aktivitäten auf der Homepage <a href="http://www.kulturentwicklungsplanung-fuer-giessen.de/">www.kulturentwicklungsplanung-fuer-giessen.de</a> zu präsentieren – per Post geht es auch.</p>
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
<div id="attachment_4640" class="wp-caption alignleft" style="width: 293px"><a href="http://www.ausgehzwang.de/wp-content/uploads/2011/01/Kulturentwicklungsplan-für-.png"><img class="size-full wp-image-4640   " style="margin-top: 12px; margin-bottom: 12px;" title="Kulturentwicklungsplan-für-" src="http://www.ausgehzwang.de/wp-content/uploads/2011/01/Kulturentwicklungsplan-für-.png" alt="" width="283" height="279" /></a><p class="wp-caption-text">Noch ohne Blog-Beitrag (Screenshot, 26. Januar)</p></div>
<dl id="attachment_4640" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px;">
<dt class="wp-caption-dt"></dt>
</dl>
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">Am vergangenen Donnerstag (20. Januar 2011) haben die Gießener Oberbürgermeisterin und Kulturdezernentin Dietlind Grabe-Bolz und Kulturamtsleiter Dr. Friedhelm Häring bei einem Pressegespräch im Rathaus den Kulturentwicklungsplan für 2011 vorgestellt. Vorangegangen war am Vorabend eine Auftaktveranstaltung, bei der die einzelnen Projektphasen des Vorhabens in einer „dynamischen und kritischen Diskussion mit rund 80 Akteuren“, wie es von Seiten der Veranstalter hieß, erörtert wurden. Mit dem nun initialisierten Prozess wird fortgesetzt, was der einstige Kulturdezernent Harald Scherer im Jahre 2009 unter dem Motto „Kultur im Dialog“ ins Leben gerufen hat. Stadtrat Scherer setzte sich seinerzeit zusammen mit Annette Eidmann (Kulturamt Gießen) und den beiden Kümmerei-Aktivisten Manuela Weichenrieder und Jörg Wagner für die Intensivierung des Austausches und das verbesserte Zusammenwirken zwischen Kunst- und Kulturschaffenden ein. Die lokale, kulturpolitische Arbeit sollte die Gießener Kulturakteure mit den Gebietskörperschaften an eine Tisch bringen, um die Potentiale der Kultur- und Kreativwirtschaft durch intensivierte Vernetzung zu fördern.</p>
<p style="text-align: justify;">Ziel ist, damals wie heute, die überfraktionelle Suche nach Antworten zu drängenden Fragen der Finanzierung bzw. des Sponsoring und der Raumnot etc., um daraus mögliche Handlungsoptionen zu entwickeln, die zu einer bedarfsorientierten Förderung des kulturellen Lebens beitragen können.</p>
<p style="text-align: justify;">Der nun vorgestellte Entwicklungsplan 2011 konkretisiert einen Weg in 5 Etappen, der bis Ende des Jahres 2011 beschritten werden soll, und der die „Kulturplanung als transparenten und offenen Beteiligungsprozess“ gestalten will. Zwei Kernziele werden damit verfolgt: Das Kulturprofil Gießens soll für die Außendarstellung der Stadt deutlicher konturiert werden und zugleich die Förderungsschwerpunkte im Kulturbereich, auch mit Blick auf die Stadtentwicklung, in einem basisdemokratischen Kommunikationsprozess näher bestimmt werden. In der Versprachlichung auf der Homepage, die unter anderem auch als Plattform für die interaktive BürgerInnenbeteiligung dient, klingt es so:</p>
<p style="text-align: justify;">„Im Vordergrund steht dabei eine auf Diskussion, Kommunikation und Konsens gründende Profilierung der Stadt Gießen. Das zu erarbeitende kulturelle Leitbild dient dabei als Instrument zur Formulierung und Umsetzung mittel- und langfristiger kulturpolitischer Ziele.“</p>
<p style="text-align: justify;">Gemeint ist damit, dass nachdem die Kulturszene Gießens kartographiert ist, und im Laufe des März ein Leitbild mit den Kulturschaffenden ausdiskutiert wurde, in einem weiteren Schritt auch die BürgerInnen die Möglichkeit bekommen sollen, sich in öffentlicher Diskussion zu den kulturpolitischen Grundsatzplänen zu äußern. Erst danach, planmäßig im Juni 2011, werden die  Prozessergebnisse den stadtpolitischen Gremien vorgelegt, um anschließend in einer Realisierungsphase in weiteren Teilschritten umgesetzt zu werden. (Projektdetails unter: <a href="http://www.kulturentwicklungsplanung-fuer-giessen.de/user/files/110119-Projektauftakt.pdf">http://www.kulturentwicklungsplanung-fuer-giessen.de/user/files/110119-Projektauftakt.pdf</a>)</p>
<p style="text-align: justify;">Der Kulturentwicklungsplan wurde von der externen Beraterin Frau Cerstin Gerecht von der Berliner Unternehmensberatung <a href="http://www.culturplan.de">ICG culturplan</a> mitkonzipiert und wird in den einzelnen Projektphasen von ihr begleitet.</p>
<p style="text-align: justify;">Ob die Ziele des Vorhabens erreicht werden, hängt nun vom Projektmanagement in den kommenden 11 Monaten ab. Es lässt sich jetzt schon sagen, dass während der Entwicklung des kulturpolitischen Leitbilds moderierend auf alle Beteiligten eingewirkt werden muss. Kulturelle Akteure, Mandatsträgern und BürgerInnen muss klar sein, welche Möglichkeiten mit dem Kulturentwicklungsplan verbunden sind. Das Projekt darf nicht vorzeitig zerredet werden. Ebenso wichtig: In der Umsetzungsphase wird es zu Strukturproblemen kommen, weil belastbare Knotenpunkte für kulturtragende Netzwerke derzeit einfach fehlen. Diese Strukturen müssen geschaffen werden – dafür braucht es ideelle <em>und </em>finanzielle Investitionen.</p>
<p style="text-align: justify;">Wenn bis Ende 2011 alles glatt geht, können von den Ergebnissen des Kulturentwicklungsplans alle Gießener nur profitieren.</p>
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		<title>„Bonn packt’s an“ und ausgehzwang ruft zur Unterstützung auf</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Feb 2011 14:53:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stephanie Jackson-Nöcker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kulturpolitik]]></category>

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<p style="text-align: justify;">Bis zum 16. Februar 2011 kann im Rahmen der Bürgerbefragung „Bonn packt’s an“ dagegen noch etwas getan werden. Jeder kann darüber abstimmen, bei welchen der 50 freiwilligen Leistungen der Stadt Bonn eingespart oder gekürzt werden soll.</p>
<p style="text-align: justify;">Gebeten wird also nochmals um zahlreiche Unterstützung. Sprecht Euch alle gegen diese Einsparungen aus und tragt dazu bei, den Bestand der Kultur in Bonn für die Zukunft zu sichern!</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.bonn-packts-an.de/dito/forum?action=bhhtopicshow&amp;id=2949">Hier</a> votiert Ihr für oder gegen Einsparungen bei THEATER BONN.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.bonn-packts-an.de/dito/forum?action=bhhtopicshow&amp;id=2676">Hier</a> votiert Ihr für oder gegen Einsparungen beim Beethoven Orchester Bonn.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.bonn-packts-an.de/dito/forum?action=bhhtopicshow&amp;id=2742">Hier</a> votiert Ihr für oder gegen Einsparungen bei der allgemeinen Kulturförderung.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Für alle Nicht-Bonner gilt</strong>: Bei der Eingabemaske bitte bei dem Unterpunkt <strong>Stadtbezirk</strong> <strong>&#8220;Ich wohne nicht in Bonn&#8221;</strong> eingeben.</p>
<p style="text-align: justify;">Für Euer Engagement dankt Euch jetzt schon</p>
<p style="text-align: justify;">Eure Redaktion von ausgehzwang</p>
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		<title>Inter, Queer, Trans? Zwei Vorträge zum Thema Geschlechtsidentität</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Feb 2011 08:13:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fiona Sara Schmidt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kulturpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensstile]]></category>
		<category><![CDATA[Theorie]]></category>
		<category><![CDATA[Christine Jorgensen]]></category>
		<category><![CDATA[Diskursmacht in der Sexualwissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Dr. Heinz-Jürgen Voß]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlecht - Wider die Natürlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Gießen]]></category>
		<category><![CDATA[Jonas Jules Priese]]></category>
		<category><![CDATA[Konstruktion von biologischem Geschlecht]]></category>
		<category><![CDATA[Margarete-Bieber-Saal]]></category>
		<category><![CDATA[Psychische Krankheiten]]></category>
		<category><![CDATA[queer-feministischen Frauenreferats]]></category>
		<category><![CDATA[Schwulenreferat]]></category>
		<category><![CDATA[Trans* (-sexualität/-identität/-gender]]></category>
		<category><![CDATA[Trans*menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Transsexuelle]]></category>
		<category><![CDATA[Vortragsreihe]]></category>

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		<description><![CDATA[GIESSEN / REST DER WELT Das Bundesverfassungsgericht hat vor einigen Tagen das Transsexuellengesetz gekippt. Es ist jetzt möglich, sich auch ohne Operationen offiziell als Mann oder Frau ausweisen zu können. Im Vorfeld konnte man sich in Gießen bei einer Vortragsreihe des autonomen queer-feministischen Frauenreferats und des Schwulenreferats über das Thema Geschlechtsidentität informieren. Mitte Januar war [...]
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</ul>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>GIESSEN / REST DER WELT Das Bundesverfassungsgericht hat vor einigen Tagen das Transsexuellengesetz gekippt. Es ist jetzt möglich, sich auch ohne Operationen offiziell als Mann oder Frau ausweisen zu können.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.ausgehzwang.de/wp-content/uploads/2011/02/Are-you.png"><img class="alignleft size-full wp-image-5201" style="margin: 12px;" title="Are-you" src="http://www.ausgehzwang.de/wp-content/uploads/2011/02/Are-you.png" alt="" width="215" height="156" /></a>Im Vorfeld konnte man sich in Gießen bei einer Vortragsreihe des autonomen queer-feministischen <a href="http://www.uni-giessen.de/Frauenreferat/">Frauenreferats</a> und des <a href="http://www.schwulenreferat-gi.de/Home.html">Schwulenreferats</a> über das Thema Geschlechtsidentität informieren.</p>
<p style="text-align: justify;">Mitte Januar war Jonas Jules Priese im Margarete-Bieber-Saal zu Gast. Er studierte Kulturwissenschaften in Leipzig und präsentierte die Ergebnisse seiner Abschlussarbeit unter dem Titel „Trans* (-sexualität/-identität/-gender). Ein Kampf um Konzepte und darüber, wer sie definiert.“ Transsexualität ist laut der Internationalen Klassifizierung von Krankheiten der WHO eine Form der Geschlechtsidentitätsstörung („Transgender“ ist der nicht-klinische Begriff). Priese legte dar, wie Psycholog_innen und Sexualwissenschaftler_innen zunächst Transsexualität mit Homosexualität, Travestie und Intersexualität vermischen. Seit den 50er Jahren wurden Betroffene behandelt. Prominent wurde der Fall von <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Christine_Jorgensen">Christine Jorgensen</a>, der weltweit für Schlagzeilen sorgte und sogar „harte“ Themen wie Atomtests von den Titelseiten verdrängte.</p>
<p style="text-align: justify;">Seit den 60er und 70er Jahren ist auch in Deutschland eine Infrastruktur zur Behandlung vorhanden. Mit der zunehmenden Nutzung des Internets arbeiten Interessenverbände und Vereine seit Beginn der 90er Jahre verstärkt daran, Trans*menschen zu entstigmatisieren und ihre Interessen zu vertreten. Priese diskutierte mit den Zuhörer_innen die politisch relevante Frage, wie Trans*menschen in der wissenschaftlichen Literatur heute gesehen, benannt und auch behandelt werden. Als Vergleichsmaterial zog er Foren von Trans*verbänden heran. Auch alle, die schon einmal ein Buch von Judith Butler in der Hand hatten, konnten hier noch neues erfahren.</p>
<p style="text-align: justify;">Priese zeigte, dass die Frage der Diskursmacht gerade in der Sexualwissenschaft eine bedeutende Rolle spielt. In manchen wissenschaftlichen Veröffentlichungen findet sich überraschend wenig Verständnis. So ändert sich beispielsweise in einem Aufsatz die Anrede einer Person erst nach der geschlechtsangleichenden Operation („Frau Müller ist transsexuell und möchte sich operieren lassen&#8230; Seit der OP geht es Herrn Müller&#8230;“). Und: „Transsexuelle schließen manchmal eine Ehe mit normalen Menschen“. Der Sexualforscher Volkmar Sigusch prägte für die  sog. &#8220;normalen&#8221; Menschen übrigens den Begriff <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Cisgender">Cisgender</a>.</p>
<p style="text-align: justify;">Gesprochen wurde auch über den Unterschied zwischen Geschlechtsumwandlung und -angleichung. Letzteres kann unterschiedlich konnotiert sein: Wird bei einer Angleichung versucht, eine Ähnlichkeit zum „richtigen“ Geschlecht herzustellen oder wird der Körper der Psyche angeglichen, weil die Identität sowieso schon längst bestimmt ist? Wieso „Umwandlung“, wenn jemand sich immer dem anderen Geschlecht zugehörig gefühlt hat? Wichtige Fragen sind auch: Kann eine Entpathologisierung durch Betroffene herbeigeführt werden, oder muss die Wissenschaft gegen bestehende Mann/Frau-Bilder argumentieren? Und ist Transsexualität eine Krankheit oder nicht? Solange sie als psychische Krankheit klassifiziert wird, bezahlt die Krankenkasse eine Geschlechtsangleichung. Andererseits wollen sich viele überhaupt nicht operieren lassen und müssen daher ihren Vornamen behalten. Und sind Transsexuelle etwa normalisierungssüchtig, weil sie sich deutlich einem Geschlecht zuordnen wollen?</p>
<div id="attachment_5195" class="wp-caption alignleft" style="width: 190px"><a href="http://www.ausgehzwang.de/wp-content/uploads/2011/02/heinz-jürgen-voß.png"><img class="size-medium wp-image-5195 " title="heinz-jürgen-voß" src="http://www.ausgehzwang.de/wp-content/uploads/2011/02/heinz-jürgen-voß-180x300.png" alt="" width="180" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Dr. Heinz-Jürgen Voß im Café Foto: Bettina Enzenhofer</p></div>
<p>Am 27. Januar sprach  sich der Biologe <span style="color: #000000;">Dr. Heinz-Jürgen Voß in seinem Vortrag „Zur gesellschaftlichen Konstruktion von biologischem Geschlecht“ unmissverständlich gegen diesen Vorwurf aus. In einer Gesellschaft, die auf einer binären Geschlechtsidentität fußt, sei der soziale Erwartungsdruck auf Trans*menschen extrem hoch, sich ausschließlich einem Geschlecht zuzuordnen. Dabei zeigen gerade auch neuere biologische Forschungen, dass die geschlechtliche Mann/Frau-Polarität biologisch nicht haltbar ist. Auch in vielen populärwissenschaftlichen Veröffentlichungen zu dem Thema</span>, wird die Dualität  vorausgesetzt und enge die Debatte auf das Entweder/Oder ein. Voß verknüpfte in seinen Thesen Biologie und Geschlechterforschung und zeigte, dass der genetische Unterschied zwischen Frau und Mann viel kleiner und umstrittener ist, als von Nicht-Biolog_innen gedacht. Biologisch betrachtet gibt es viele Geschlechter, das biologische Geschlecht ist nach Voß&#8217; Ansicht genauso wie „gender“ eine gesellschaftliche Konstruktion.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Referent stützte sich auf anschauliche Beispiele und zeigte anhand historischer Quellen, wie in den Wissenschaften mit Intersexuellen („Hermaphroditen, Zwittern“) umgegangen wurde und wird. Den Zwang zu medizinisch nicht notwendigen Operationen im Kindesalter bezeichnete er als Verbrechen. Eine angeregte Diskussion, die von Kopfschütteln über Erstaunen bis hin zum begeisterten Zusammenfassen der biologischen Zusammenhänge reichte, ließ den Vortrag noch nachwirken. Weiterlesen auf Blog<a href=" http://dasendedessex.blogsport.de/"> http://dasendedessex.blogsport.de/</a> oder:</p>
<p style="text-align: justify;">Voß, Heinz-Jürgen (2011): Geschlecht &#8211; Wider die Natürlichkeit (Reihe theorie.org). Schmetterling Verlag, Stuttgart.</p>
<p style="text-align: justify;">Wer den _ und das * noch nicht kannte: Im Gegensatz zum geschlechtergerechten großen I in der Wortmitte, das auch die Leserinnen anspricht, stehen der Gender Gap und das Sternchen auch für all jene, um die es in diesem Text geht. Diese freien Interpretationsmöglichkeiten für Geschlechtszuweisungen in der Schrift stammen aus der Queer Theory. Die Verwendung ist zunächst etwas ungewohnt, schleicht sich aber schnell auch in die Handschrift ein.</p>
<p style="text-align: justify;">Und: Weniger wissenschaftlich wird die Arbeit der autonomen Referate am 18. März erfahrbar. Dann gibt es die nächste Party der großartigen Schwule-Mädchen-Reihe im AK44.</p>
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		<title>Leihen statt kaufen &#8211; Artothek Wetzlar mit bemerkenswertem Angebot</title>
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		<pubDate>Sat, 29 Jan 2011 09:02:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stephanie Jackson-Nöcker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kulturpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
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		<description><![CDATA[WETZLAR. Wer gerne Kunst im Original in seinen vier Wänden hängen haben möchte, sie aber nicht kaufen kann oder will, der ist in Wetzlar, in einer der sechs Artotheken Hessens genau richtig, denn hier kann man Kunst ausleihen. Bundesweit ist das insgesamt 130 Mal möglich. Ziel der Artothek ist es, Werke, die die Stadt Wetzlar [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption alignnone" style="width: 220px"><a href="http://www.ausgehzwang.de/wp-content/uploads/2011/01/James-Rizzi.png"><img class="   " style="border: 0pt none;" title="James-Rizzi" src="http://www.ausgehzwang.de/wp-content/uploads/2011/01/James-Rizzi-300x207.png" alt="" width="210" height="145" /></a><p class="wp-caption-text">James Rizzi, &quot;My Kind of Town&quot;, 3D-Graphik </p></div>
<p style="text-align: justify;">WETZLAR. Wer gerne Kunst im Original in seinen vier Wänden hängen haben möchte, sie aber nicht kaufen kann oder will, der ist in Wetzlar, in einer der sechs Artotheken Hessens genau richtig, denn hier kann man Kunst ausleihen. Bundesweit ist das insgesamt 130 Mal möglich. Ziel der Artothek ist es, Werke, die die Stadt Wetzlar seit 1960 für ihre Ausstellungen erworben  hat, aber auch Leihgaben von KünstlerInnen, der Öffentlichkeit zur Verfügung zu  stellen. So soll Appetit auf Kunst gemacht werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Seit dem 14. Januar zeigt die Artothek, die der Stadtbibliothek Wetzlar angegliedert ist, im Stadthaus am Dom 44 ihrer Schätze. Diese Auswahl aus  dem Bestand von insgesamt 275 Arbeiten hat Leiterin der Artothek Marion Vasil getroffen. Ihr ging es vor allem darum die  Vielfalt der angeboten Kunstwerke vor Augen zu führen.</p>
<div id="attachment_4826" class="wp-caption alignleft" style="width: 131px"><a href="http://www.ausgehzwang.de/wp-content/uploads/2011/01/R-ü-d-i-g-e-r-H-ö-d-i-n-g-.png"><img class="size-medium wp-image-4826  " style="border: 0pt none;" title="R-ü-d-i-g-e-r--H-ö-d-i-n-g-" src="http://www.ausgehzwang.de/wp-content/uploads/2011/01/R-ü-d-i-g-e-r-H-ö-d-i-n-g--173x300.png" alt="" width="121" height="210" /></a><p class="wp-caption-text">Rüdiger Höding, „Das Paar“, Holz-Steinguss-Plastik</p></div>
<p style="text-align: justify;">Wer sich über den Bestand der Sammlung informieren möchte, kann die Kunstwerke entweder unter „Artothek“ auf der Internetseite <a title="http://www.wetzlar.de/stadtbibliothek" href="http://www.wetzlar.de/stadtbibliothek" target="_blank">www.wetzlar.de/stadtbibliothek</a>, oder direkt vor Ort in Katalogen und an einem Bildschirmplatz ansehen. Das Angebot ist weitgespannt und reicht von stark realistischen Arbeiten bis zu abstrakten Werken. Neben Werken von international renormierten Künstlern wie Paul Wunderlich, Moritz Götze, Günter Grass, James Rizzi und Niki de Saint Phalle besteht die Sammlung überwiegend aus Arbeiten von bekannten Künstlern der Region, darunter Dieter Mulch, Christian Sämann, Josef-Walter Hermann und Renate Donecker.</p>
<p style="text-align: justify;">Privatpersonen zahlen für ein Bild oder eine Skulptur eine Gebühr von vier Euro pro Quartal,  Firmenkunden wird zehn Euro für das halbe Jahr berechnet. Es darf natürlich auch verlängert werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Noch bis 13. Februar zeigt die Artothek die 44 ausgewählten Exponate in der Stadtbibliothek im Stadthaus am Dom.</p>
<div id="attachment_4825" class="wp-caption alignleft" style="width: 209px"><a href="http://www.ausgehzwang.de/wp-content/uploads/2011/01/J-a-n-a-R-e-i-n-e-r-o-v-a.png"><img class="size-medium wp-image-4825   " style="border: 0pt none;" title="J-a-n-a-R-e-i-n-e-r-o-v-a" src="http://www.ausgehzwang.de/wp-content/uploads/2011/01/J-a-n-a-R-e-i-n-e-r-o-v-a-300x122.png" alt="" width="199" height="79" /></a><p class="wp-caption-text">Jana Reinerova, Ohne Titel, Druck</p></div>
<p style="text-align: justify;">Öffnungszeiten: montags 13.30 bis 18 Uhr,  dienstags bis freitags 9 bis 13.30 und 14 bis 15.30 Uhr, samstags 10 bis 13 und  14 bis 15.30 Uhr, sonntags 10 bis 13 Uhr. Der Eintritt ist frei.</p>
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		<title>„Kultur muss live vermittelt werden“</title>
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		<pubDate>Sun, 23 Jan 2011 19:14:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gastbeitrag</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kulturpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Christopher Pramstaller]]></category>
		<category><![CDATA[Heinz Bauer]]></category>
		<category><![CDATA[Kirchbergforum]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturloge Gießen]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturlogen]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">GIESSEN. Es herrscht ein breites Einvernehmen darüber, dass Einkommensverhältnisse niemanden ganz vom Kulturleben ausschließen sollten. Es steigen jedoch die Zahlen derjenigen die Eintrittspreise  nicht zahlen können – auch in der Mitte der Gesellschaft. Die &#8220;Gießener Kulturloge&#8221; will helfen: Sie wirbt bei Kulturveranstaltern für Kulturinteressierte, die aus finanzieller Not nicht dabei sein können, obwohl sie möchten.  Ein Gastbeitrag von Christopher Pramstaller.</p>
<div id="attachment_4532" class="wp-caption alignleft" style="width: 299px"><a href="http://www.ausgehzwang.de/wp-content/uploads/2011/01/Kulturloge.png"><img class="size-medium wp-image-4532" style="margin-top: 12px; margin-bottom: 12px;" title="Kulturloge" src="http://www.ausgehzwang.de/wp-content/uploads/2011/01/Kulturloge-289x300.png" alt="" width="289" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Mit dem Flyer der Marburger Kulturloge: Heinz Bauer</p></div>
<p style="text-align: justify;">Beim Pressegespräch am vergangenen Dienstag (18. Januar 2011) im Foyer des Stadtverordnetensaals im Gießener Rathaus stellte der Initiator der Kulturloge, Heinz Bauer ehemaliger Präsident der Universität Gießen und selbst Kulturveranstalter des <a href="http://www.kirchbergforum.de/">Kirchbergforum</a>, die Idee der Öffentlichkeit vor: „Kultur muss live vermittelt werden“, sagte Bauer. „Wir wollen es allen möglich machen, Kultur hautnah zu erleben, auch wenn es der Geldbeutel im Einzelfall vielleicht nicht hergibt.“</p>
<p style="text-align: justify;">Um den Missstand stärker im gesellschaftlichen Bewusstsein zu verankern und die Teilnahme am kulturellen Leben trotz geringer finanzieller Mittel möglich zu machen, steht die Gründung einer Gießener Kulturloge bevor, wie sie bereits in Marburg, Berlin, Hamburg und Essen bestehen. Die Aufgabe des Vereins soll es in Zukunft sein, Tickets an Sozialbedürftige zu vermitteln. Der erste Schritt, der in den nächsten Monaten realisiert werden soll, ist die Gründung eines Trägervereins mit möglichst vielen ehrenamtlichen Mitarbeitern. Sie werden Kontakte zu allen denkbaren Kulturträgern knüpfen und die Gäste der Kulturloge betreuen.</p>
<p style="text-align: justify;">Egal ob im Theater, bei Konzerten, im Kino, Kabarett oder bei Lesungen: Restkarten gibt es häufig. Nicht immer sind mangelndes Interesse oder fehlende Qualität für leere Zuschauerränge verantwortlich. Kultur ist für zahlreiche Menschen ein Luxusgut, das sie sich entweder vom Munde absparen oder schlichtweg erst gar nicht „konsumieren“. Egal ob Empfänger von staatlichen Transferleistungen, Minijobber, Senioren, Alleinerziehende oder Großfamilien – Veranstaltungsbesuche werden hier schnell zu einer erheblichen Belastung für die Haushaltskasse. Für alle Beteiligten ergebe sich ein Gewinn, nicht nur für die Gäste der Kulturloge. Veranstalter und Künstler können sich über volle Ränge freuen, breite Publika ansprechen und vielleicht in Zukunft die eine oder andere Karte mehr verkaufen.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein Konzeptpapier der <a href="http://www.kulturloge-marburg.de/">Marburger Kulturloge</a>, an die sich das Gießener Modell anlehnen wird, beschreibt das Anliegen und die Vorgehensweise näher:</p>
<p style="text-align: justify;">„Der Kulturloge ist es besonders wichtig, niemanden bloßzustellen oder zu beschämen. Deshalb müssen sich Menschen mit geringem Einkommen nicht bei der Kulturloge selbst anmelden und ausweisen, sondern bei Sozialinitiativen und Institutionen, mit denen sie ohnehin in Kontakt stehen. Diese Ansprechpartner geben die Anmeldung an die Kulturloge weiter. Dabei kann auch gleich angekreuzt werden, wofür Interesse besteht (Theater, Lesungen, Kabarett, Kino, Klassik, Jazz, Rock und Pop, Volksmusik).“</p>
<p style="text-align: justify;">Die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Kulturloge vermitteln die Karten anschließend per Telefon. Bei der Veranstaltung werden die Karten schließlich auf den Namen des Gastes hinterlegt.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Idee zur Gründung einer Kulturloge entstand, als Bauer von der Marburger Kulturloge erfuhr, die seit letztem Juni offiziell besteht und in dieser Zeit über 1250 Karten an etwa 600 Gäste vermitteln konnte. Fast jeder Kulturveranstalter stellt der dortigen Kulturloge Karten zur Verfügung &#8211; insgesamt sind es rund 35. „Dieses überaus erfolgreiche Modell wollen wir nach Gießen übertragen&#8221;, erklärte Bauer und hofft selbst, dass sich viele Kulturträger vor Ort von der Idee begeistern lassen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wer gerne als ehrenamtlicher Helfer den gemeinnützigen Verein „Gießener Kulturloge“ unterstützen möchte, kann sich per Email unter info@kirchbergforum.de melden.</strong></p>
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