Licher Kulturtage öffnen am 11. März ihre Pforten – Auftakt-Ausstellung über B. Traven

28. Februar 2010 | Von | Kategorie: Aufmacher, Ausgecheckt

Bald ist es nun wieder soweit, und weil dieser Aufmacher hier noch steht, wenn das Festival schon läuft und alle auf das Cardenal-Konzert in der Marienstiftskirche hinfiebern, sei an dieser Stelle gesagt, dass man seine Aufmerksamkeit bis Ostern bitte ganz besonders auf Lich lenkt. Dafür sorgt sicher in diesem Jahr auch die erstmalige Medienpartnerschaft mit HR2. Und natürlich die mit der hiesigen Kulturspionage. Aktuelle Berichte zu den einzelnen Veranstaltungen finden sich natürlich dann auch hier

LICH. „Wir sind keine Berlinale, aber wir sind gut etabliert“, sagte Bürgermeister Bernd Klein nicht ohne Stolz bei der Pressekonferenz zu den 8. Licher Kulturtagen im Rathaus. Ab dem 11. März dürften die über 40 Veranstaltungen, die in diesem Jahr unter dem Motto „ÜberLebensKunst“ stehen, zwischen Bezalel Synagoge, Kino Traumstern und Altstadt sowie in Kindergärten und Schulen somit wieder ohne größere Probleme ihr gespanntes Publikum finden. Im letzten Jahr kamen 6400 Besucher: „Schauen wir mal, ob wir das diesmal toppen können“, so Klein weiter, der nicht nur den Sponsoren, sondern vor allem den Licher Bürgern dankte. Die große Beteiligung zeige, dass es sich bei den Kulturtagen nicht um „einen elitären Club handelt“, fuhrt Klein fort und lobte das „breite Angebot“.

Festival-Leiter Peter Damm ging darauf, in Gegenwart von gut 30 involvierten Künstlern und Organisatoren, noch einmal das Programm durch und gab letzte Änderungen bekannt, die bis zum  Druck der Flyer noch nicht klar waren. Bei der Auftakt-Ausstellung „Ziegelbrenner-Totenschiff-Die Troza“ über den Schriftsteller B. Traven am 6. März im Verlag Edition AV und dem Eröffnungskonzert mit Dotschy Reinhardt bleibt noch alles wie gedruckt. Doch schon das für den 13. März angesetzte Kabarett „Frauen…Männer müssen“ der Gruppe „Die Pauker“ aus Lichs Partnerstadt Tangermünde muss aus Krankheitsgründen ersatzlos  entfallen.

Dafür spielt, im Rahmen von Lichs fünfter Städtepartnerschaft mit dem schwedischen Vänersborg, die A-capella-Formation „Boice“ am 12. März um 20 Uhr wie geplant mit den heimischen Chören „Songlines“ und „Schall & Rauch“ in der Bezalel Synagoge. Allerdings beträgt der Eintritt nicht 10 Euro, sondern ist frei.

Für das Konzert „Magische Momente“ mit dem Chor „Takt-A-capella“ am 13. März in der Synagoge wies Damm darauf hin, das der Raum mit Kissen und Decken ausgelegt und nur am Rand bestuhlt werde. Außerdem sei das Kartenkontingent für das Konzert mit Ernesto Cardenal und der Grupo Sal in der Marienstiftskirche am 20. März noch längst nicht erschöpft, so Damm.

Für die kleinen und exquisiten Veranstaltungen, die so gar nicht in irgendeine Formatschublade passen wollen, wies Damm nochmals auf die nötige Voranmeldung hin, da die Zuschauer- oder Teilnehmerzahl oft auf gerade mal zehn begrenzt sei. Anmeldungen können für das Stadtturm-Maskenspiel „Aus dem Leben der K. G. Schrat“ unter 06404 – 2920, für „Orientalisch kochen“ unter 06404 1331, für das „Turmgeflüster“ mit Horst Kächler unter 06404 – 2920 und die „drei Begegnungen mit Friedrich Stolze“ mit dem Titel „Alt Frankfurt“ unter 06404 – 66 57 90 sowie für  die Tee-Zeremonie „Ein Stück Gelassenheit für das Leben“ unter 06404 – 926 92 15 abgegeben werden.

Unter den Tisch fallen soll auch nicht, dass das Kino Traumstern im Rahmen der Auftakt-Ausstellung über B. Traven am 21. März in einer Matinee-Vorstellung ab 12 Uhr noch mal die Verfilmung des „Totenschiffes“ zeigt. Ein junger amerikanischer Matrose wird darin um seine Papiere gebracht und gerät auf ein, dem Untergang geweihtes, Schmugglerschiff.

Alles in allem glänzen die bevorstehenden Kulturtage in der tat durch ihr breites Angebot, in dem auch so ungewöhnliche Formate wie Kammermusik mit Harfe und Posaune, eine Zaubershow „mit Todesfall“ oder das „Haus der vergessenen Träume“ Platz finden.

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