Sonntagsprogramm im Stadttheater mit Karl Lagerfeld und Heiner Müller, Zwergen und barocker Virtuosität

15. Januar 2010 | Von | Kategorie: Ausgecheckt

GIESSEN. Da kann die ROstoff-Fabrik nur zustimmen: Prall gefüllt mit Schauspiel, Tanz und Musiktheater hält der Sonntag, 17. Januar, ein abwechslungsreiches Programm im Stadttheater bereit. Musikalisch beginnt der Morgen um 11 Uhr im Foyer. Das 3. Kammerkonzert mit dem Titel „Barocke Virtuosität und revolutionäre Ideen“ schlägt einen Bogen von Werken von Bach und Vivaldi über Purcell und Händel bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen von Kürktschiyski und Nikolov. Es musiziert das Kammermusikensemble Studio Konzertante unter der musikalischen Leitung von Georgi Kalaidjiev, das im vergangenen Jahr sein 10jähriges Jubiläum begehen konnte. Solistisch ist die Sopranistin Odilia Vandercruysse zu hören.

Zwerge zum letzten Mal im TiL

Nach dem Erfolg im vergangenen Herbst kommt um 15 Uhr erneut „Die heimliche Ehe – Il matrimonio segreto“  von Domenico Cimarosa zur Aufführung -  Großer Trubel herrscht im Haus des Kaufmanns Geronimo: Elisetta, die älteste Tochter, steht kurz vor der Hochzeit mit Graf Robinson. Doch bevor es ein Happy End gibt, sorgen jede Menge Intrigen, Eifersüchteleien und unerwartete Wendungen für ein gehöriges Durcheinander. In der Umsetzung im Rahmen der Reihe Oper am Klavier fasst eine Boulevard-Journalistin das italienische Libretto für das Publikum in deutscher Sprache zusammen und macht mit dem Opernpersonal bekannt, das bei genauerem Hinsehen Ähnlichkeiten zu Zeitgenossen der heutigen High-Society erahnen lässt.

Am Sonntagabend schließlich lädt das Stadttheater herzlich ein zu Vorgestellt – Germania Tod in Berlin. Im Gespräch stellen Matthias Schubert, der Schauspieldirektor des Stadttheaters, der die Produktion dramaturgisch begleitet, Regisseur Hermann Schein und Bühnen- und Kostümbildner Stefan Heyne in der Einführungssoiree um 19.30 Uhr im Großen Haus das Inszenierungskonzept für Heiner Müllers Bilderbogen zur deutschen Geschichte vor.

Zum letzten Mal begibt sich ab 20 Uhr in der TiL-studiobühne die Tanzcompagnie auf die Spuren unserer Vorstellungen von Gnomen, Däumlingen und Heinzelmännchen. Jenseits von Gartenzwergen und anderen Klischees macht sich das Tanzstück „Zwerge“ von Tarek Assam auf die Suche nach einer psychologischen Deutung der Zwergenwelt und richtet damit den Fokus auf das menschliche Schwanken zwischen Über- und Unterlegenheit.

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