„Gärtnerpflichten“ als dramaturgisches Mittel: Mit Rollsrasenexpeditionen, Gartensalons und einer Ausstellung will Gießen auf die Landesgartenschau 2014 einstimmen

15. Januar 2010 | Von | Kategorie: Ausgecheckt

GIESSEN. „Selbstbewusst anknüpfen“ an legendäre Stadtrauminszenierungen der letzten Jahre wie die „Zeitenwende“ 2000, das Uni-Jubiläum oder das Wissenschafts-Festival 2007  wollen Politik, Stadtmarketing und Handel hinsichtlich der Landesgartenschau 2014 in den eigenen Stadtgrenzen. Da hilft natürlich nur die Kultur und Kreative wie Ingke Günther, Jörg Wagner und DER Stadtrauminszenierer persönlich: Oliver Behnecke. Als Trio firmieren Wagner, "Gärtnerpflichten": Günther, Behnecke und Wagner. Behnecke und Günther dafür unter dem Label „Gärtnerpflichten“. „Denn was ist des Gärtners erste Pflicht? Gießen“, scherzt Behnecke auf der Pressekonferenz im Rathaus.

Symposien und mobile Treibhäuser

Die Projekte und Inszenierungen werden wie gewohnt ebenso skurril und originell sein, und dabei ganz neben pädagogische Effekte erzielen. „Kultur als Vehikel für Kommunikation und  Informationsvermittlung“, wie Günther es nennt. Dabei sollen die Bürger partizipieren und in ihren Meinungen und Wünschen für finale Programmpunkte mit einbezogen werden.

Der Prozess steht im Vordergrund. Spielerisch wollen die „Gärtnerpflichten“ im Blick auf 2014 auch ausprobieren, was funktioniert. Ihre Gartensalons, mobilen Treibhäuser, Führungen, Rollrasenexpeditionen und Symposien fungieren dabei als dramaturgisches Mittel.  „Wir möchten für die Bürgergerinnen und Bürger einen Spannungsbogen bis 2014 Alle Beteiligten scharen sich um Bürgermeisterin Weigel-Greilich (neben Günther). aufbauen“, ergänzt dazu Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich. Auch bereits etablierte Formate wie „Schlammbeißers Lahnlust“ sollen integriert werden.

Am Donnerstag, 4. Februar, eröffnet um 18 Uhr dann in der Kunsthalle die Ausstellung aller Wettbewerbsentwürfe, die zur Landesgartenschau eingereicht worden waren. Am 6. Februar folgt dann der große Festakt in der Uni-Aula in der Ludwigstraße.

Die Zeitungen haben natürlich auch ausführlich berichtet, hier, hier und hier.

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