Neo-Fluxus, Anti-Theater, Video und Konzert treffen im Kulturkeller Domizil aufeinander

13. Januar 2010 | Von | Kategorie: Theater

GIESSEN. Die Redaktion des Reiseführers für urbane und digitale Kultur „Sumpfnews“ hat der ROstoff-Fabrik den Hinweis auf eine Show geschickt, die man schon wegen ihrem außergewöhnlichen Stilmix auf keinen Fall verpassen sollte: Am Samstag, 6. Februar, findet unter dem Titel „Geschrei Tango“ ab 21 Uhr das gemeinsame Gastspiel von Kommissar Hjuler & Mama Bär (Flensburg) und San Siro (Frankfurt, Gießen) im Kulturkeller Domizil (Braugasse 6) statt.

Die Zuschauer erwartet ein Mix aus Performance, Konzert, Anti-Theater mit viel Improvisation und Fluxus-Anleihen. Arbeiten von Hjuler aus der Bildenden Kunst kann man hier bestaunen. Von dort kommt auch der folgende Text:

Hjuler„Der 40jährige Kommissar Hjuler und seine 26-jährige Mama Bär arbeiten beide seit etwa Mitte 2006 als Künstler, beide sind bereits seit 1999 im Bereich der experimentellen Musik tätig und bringen es bereits auf ca. 200 verschiedene Veröffentlichungen, die einem kleinen Kreis vorbehalten und wohl auch nur zugänglich sind, aber zu ihren Fans gehören mittlerweile Größen wie z. B. Thurston Moore von der Gruppe Sonic Youth.

Neben der Musik begann Mama Bär sich der experimentellen Malerei zu widmen, die sie in einer Art Selbststudium für sich erkundete, während Kommissar Hjuler mehr und mehr im Bereich der Collage und Skulptur (Neo-Fluxus) tätig wurde. 2006 kam es dann irgendwann zu einer Verlagerung der Aktivität in den Bereich der bildenden Kunst, ein Prozess, den beide jetzt auch erst rückwirkend so wahrnehmen, 2007 gab es die ersten Solo- und Gruppen-Ausstellungen in kleineren Galerien und Museen, dazu Live-Performances bei kleineren Festivals, wo dann eine Art Musik-Theater aufgeführt wurde, und Anti-Live-Konzerte in Form einer Reglospuppenbühne, die vielerorts in Europa aufgeführt wurden und jetzt ihren Weg auf andere Kontinente finden, zuletzt in Dakar/ Senegal.“

Das Künstlerduo San Siro besteht seit 2004 in der Besetzung Evelyn Helbig und Wolf D. Schreiber. Sie präsentieren vierhändige Klavier- und Art-Rock-Kompositionen und arbeiten mit elektronischen Experimenten. An diesm Abend werden sie unterstützt von dem Gitarristen und Klangkünstler Thomas Böhm.

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Ein Kommentar
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  1. “Reglospuppenbühne” unter anderem in Dakar? Das nehme ich jetzt nach dem Lesen der Vorankündigung “erst mal rückwirkend wahr”. Und denke, daß man dann vor Ort ordentlich Büchsenlicher bereithalten muß. Selbstverwundung und Sprachlostresentheater, oder? Do simmer dabei, dat iss prima…Alaaf geht immer.

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