She’s All That sind die links- wie rechtsrheinische Antwort auf The Prodigy und schmeißen gar nicht mit Fleisch – jedenfalls nicht im Franzis
18. Dezember 2009 | Von Rüdiger Oberschür | Kategorie: KonzerteWETZLAR. Man hätte es wissen müssen, die schmeißen gar nicht mit Fleisch. Jedenfalls nicht gestern im Franzis. Spielen wollten’se. Haben mal vier Leute auf die Bühne geholt, sonst aber einfach nur verblüffend gut gerockt – mit einem völlig genialen Electro Ragga Punk Soundclash. She’s All That aus Köln sind die links- wie rechtsrheinische Antwort auf Prodigy und Chemical Brothers, ein heißer Mix aus Chumbawamba und Atari Teenage Riot (hatte ich schon getwittert, ich weiß).

- Ohne Worte: She’s All That im Franzis. Bilder: ro-stoff

Wetzlars Autonomica Galerist Christian Minke (Musik kann der auch noch, grummel) gab ein kleines Vorprogramm und abkurz nach zehn schwangen die leider gerade mal 30 Besucher das Tanzbein. Aber gehörig. Und das bei 80 Grad Minus Außentemperatur. Die Herren in den Altherrenmasken machten die jedenfalls vergessen. Was es allerdings mit dem gigantischen Teddybär auf der Bühne zu tun hatte, man weiß es nicht. Oder doch? Und überhaupt, was steckt dahinter, also hinter diesen skurrilen Typen, die die EBM der 80er mit den noch zu entwerfenden Science-Fiction-Klängen des 21. Jahrhunderts paaren? Der drahtige Frontmann, der wirklich nach Frau klingt, soll schon ein Opa sein. Mehr ist erstmal nicht zu erfahren. Oder doch?
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