„Vater gibt seinen Weinhandel auf“: Christian Fries stellt im TiL sein erstes Buch vor
15. Dezember 2009 | Von Rüdiger Oberschür | Kategorie: AusgechecktGIESSEN. Wie unter den Tipps dieser Woche bereits zu sehen ist, stellt der Schauspieler Christian Fries im TiL sein erstes Buch „Vater gibt seinen Weinhandel auf“ vor. Und zwar am Donnerstag, 17. Dezember, ab 20 Uhr. Der Eintritt ist frei. Fries, der am Stadttheater zur Zeit unter anderem als Baumeister Solness in Ibsens gleichnamigem Schauspiel auf der Bühne des Großen Hauses zu sehen ist, hat den literarisch beachtlichen Band im November beim Münsteraner Verlag Helmut Lang veröffentlicht.

Schauspieler, Regisseur und jetzt auch Autor: Christian Fries. Bild: Wegst
Kurzprosa und Miniaturdramen finden sichdarin, vor allem das Titelstück, das dem Buch seinen Namen leiht, besticht durch delikate Szenen aus dem Bereich der Adoleszenz. Ein Ausflug in eine verletzte und verzerrte Kinderwelt, ein Vexierbild im Stile Tschechows, in dem eine bittere Beziehungsgeschichte verborgen liegt. Fries’ Texte zielen auf traumatische Wunden, auf Verletzungen, die im Alltag unbemerkt bleiben. Der Schauspieler und Regisseur lässt Bilder entstehen, die oft Traumbilern ähneln.
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