Jördis Tielsch verleiht im Ulenspiegel Klassikern neue musikalische Gewänder

10. Dezember 2009 | Von | Kategorie: Konzerte

GIESSEN. Wer bei Lesungen und Kurzfilm-Präsentationen verweilt, schafft kein Konzert mehr. Traurig aber wahr, weshalb die ro-stoff-Fabrik sich, was das  Jördis-Tielsch-Konzert im Ulenspiegel betrifft, auf die Berichterstattung des geschätzten Kollegen Klaus J. Frahm verlässt. Bemerkenswert sei vor allem eine Adaption von „Somewhere Over The Rainbow“ gewesen, die das alte Stück in völlig neuem Gewand erklingen ließ, wie „ein anspruchsvolles Chanson mit feiner Jazznote“, so Frahm.

Tielsch mit Band im Ulenspiegel.

Jördis Tielsch mit Band im Ulenspiegel.

Im Gießener Ulenspiegel trat die junge Geigerin aus Sinn, die bereits mehrmals bei Jugend musiziert den Landessieg und einmal auch den Bundessieg errungen hat, mit ihrem aktuellen Programm auf. „Nicht Klassik stand auf dem Programm, wie man bei dem Werdegang der Frontfrau erwarten könnte, sondern jazziger Folkrock. Einige altbekannte Stücke kommen bei Jördis Tielsch und ihrer Band in ganz neuen musikalischen Kleidern daher. Die drei Bandmitglieder sind für die Jazzkomponente in der Musik der Band verantwortlich. Perkussionist Oliver Zapf schafft mit Bongos, Schlagzeug und allerlei anderen Utensilien einen Klangzauber, der allein ein abendfüllendes Programm abgeben könnte. Zusammen mit Jens Schäfer – Stoll am Bass schuf Zapf ein solides Fundament, auf dem sich Jördis Tielsch geradezu akrobatisch bewegen konnte. An der Gitarre ergänzte Peter Vanielik die komplexen Hörbilder mit filigranen Läufen und schroffen Riffs, je nach Bedarf. Die drei Vollblutmusiker sind vor allem in der heimischen Clubjazz-Szene bekannt. Frontfrau Jördis Tielsch sang nicht nur außergewöhnlich schön, sondern zeigte auch auf der Geige ihr beeindruckendes Können. Bis auf einige wenige Instrumentalstücke aus der Feder von Peter Vanielik bestand das Programm aus gelungenen Eigeninterpretationen von bekannten Hits. „Come away with me“ von Norah Jones sang Jördis Tielsch ebenso eigenwillig, wie schön und aus „Fields of Gold“ von Sting gewann ungeahnte musikalische Tiefe. Auch mit Songs von Leonard Cohen, Alison Sudol und Diana Krall begeisterte die Band die Zuhörer“, schreibt Frahm.

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