Doppel-Ausstellung in der Galeria Autonomica
25. November 2009 | Von Rüdiger Oberschür | Kategorie: Ausgecheckt, KunstWETZLAR. Richtig, richtig, richtig: das gesuchte Bild hing bei den ausgehzwang-Freunden Christoph Pankowski und Christian Minke! Gerade zurück von der jungen Münchner Kunstmesse „stroke. 01“ zeigen Pankowski und Minke bereits eine neue Ausstellung in ihrer Galeria Atonomica am Eisenmarkt. Gegründet 2008 wollen die beiden wilden Avantgarde-Galeristen jungen Künstlern eine Plattform bieten, deren Ästhetiken vielleicht im Untergrund etabliert, im Herz des Kunstbetriebs jedoch längst nicht etabliert sind. Auf der Stroke haben Pankowski und Minke – neben der italienisch-rumänischen Münchnerin Serana Ferrario und dem New Yorker Preston Spurlock – die Gießener DAT-Crew Hate One ausgestellt.
Street Art trifft auf Kunstbetrieb
Aktuell zeigt der schlauchförmige Kunstkeller am Eisenmarkt eine Doppelausstellung mit Bildern von Thomas Schrewe und Hausherr Christian Minke. Der Kontrast beider Ästhetiken ist dabei nicht zu übersehen: Schrewe zeigt farbenfrohe Gestalten, die mit der Spannung zwischen Schrecken und Naivität spielen, als hätte der deutsche Expressionismus sich im Kinderzimmer ausgetobt. Minke hingegen experimentiert mit Schrift im Bild und Schrift als Bild. Einiges erinnert an Spuckis, Sprüche und Fassadenschmierereien der Antifa-Szene. „Ich kann mich nicht erinnern, mich auf Eure Regeln geeinigt zu haben“ steht auf einem Bild, auf einem anderen schwarz-silbernem Großformat springen den Betrachter „Lost Souls“ von den Wänden an. Alles in allem passend zum Motto der Galeria Autonomica: Street Art trifft auf Kunstbetrieb.
- Von links: Christoph Pankowski, Christian Minke und Tomas Schrewe.
- Bilder: ro-stoff










Lieber Christian,
ich habe fast sämtliche Deiner Ausstellungen gesehen, auch die letzte. Ich war sehr beeindruckt. Ihr habt Eure Sache wieder sehr gut gemacht. Einen besonderen Augenschmaus bot das unterirische Gewölbe der Katakomben. Die dort ausgestellten und gut ausgeleuchteten Bilder bedeuteten eine ganz besondere Finesse, denn man fühlt sich irgendwie ins Mittelalter zurückversetzt. Also große Gratulation! Mach’ so weiter. Ich wünsche jedenfalls sehr viel Erfolg.
Dein Opa