Neues Literatur-Zentrum in alter Stadtbibliothek
18. November 2009 | Von Rüdiger Oberschür | Kategorie: Ausgecheckt, Kulturpolitik, LiteraturGIESSEN. „Ab April 2010 wird es in der alten Bibliothek Kunstausstellungen und literarische Lesungen geben.“ Mit dieser Ankündigung überraschte Gießens Kulturdezernent Harald Scherer Anfang Oktober die Öffentlichkeit. Nun ist das entsprechende Literarische Zentrum Gießen (LZG) bereits aus der Taufe gehoben worden. Auf Einladung Scherers trafen sich über 30 Literaturinteressierte im Kerkradezimmer der Kongresshalle und gründeten den neuen Verein zum Zentrum. Zweck ist die Förderung und Pflege der literarischen Kultur und Tradition der Universitätsstadt und der Region. Um diesen Zweck zu erreichen, sind selbst organisierte Lesungen, Publikationen und Ausstellungen geplant sowie die Koordination, Bewerbung und Unterstützung von Veranstaltungen anderer Organisationen, die literarische Veranstaltungen durchführen. Neben der Förderung junger literarischer Talente bezweckt der Verein eine Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Universität und Stadt.
Der Verein will die kreativen Potentiale des literarischen Lebens einerseits und die wissenschaftlichen Potentiale der Hochschule andererseits nutzen, um die literarische Kultur in Gießen zu erhalten und neue Formen und Formate zu etablieren. Der Verein wird seinen Sitz in den Räumen der früheren Stadtbibliothek haben und dort eine feste Anlaufstelle bieten.
Die Mitglieder wählten auf der Gründungsveranstaltung den Vorstand wie folgt: Sascha Feuchert (Vorsitzender), Sadullah Güleç und Uwe Lischper (stellvertretende Vorsitzende), Andrea Wagner (Schatzmeisterin), Yvonne Joeres (Schriftführerin), Matthias Juraschek (studentischer Vertreter), Rolf Haaser, Manuel Emmerich Michael Weise, Cora Dietl, Uwe Wirth, Annette Eidmann, Marina Gust-Brake, Dagmar Klein und Susan Zeh-Fiedler (Beisitzer). Zu Rechnungsprüfern wurden gewählt Joachim Jacob und Harald Scherer. Abgerundet wurde die Veranstaltung durch eine Lesung der Pestalozzi-Schülerin Eileen Satzinger, der diesjährigen Förderpreisträgerin des Ovag-Jugendliteraturpreises. Kontakt zur Initiative bekommt man über das Kulturdezernat und per E-Mail an sguelec@giessen.de , annette.eidmann@giessen.de und sascha .feuchert@germanistik.ini-giessen.de .
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