Kaum Raum für freies Theater in Gießen: TiL die Lösung?

18. November 2009 | Von | Kategorie: Kulturpolitik, Theater

GIESSEN. Es ist ein kulturpolitisches Thema für Mittelhessen par excellence: Schon lange suchen Gießens freie Theatergruppen wie die „Junge Bühne“ nach geeigneten Probe- und Aufführungsräumen im Stadtgebiet. Mehrere Schultheatergruppen mit über 70 Darstellern initiierten deswegen bereits Anfang des Monats eine Protest-Performance auf dem zentralen Kirchenplatz. Einen groben Einschnitt markierte 2007 die Schließung der Theaterwerkstatt Juks im Schiffenberger Tal, die nur bedingt durch die Gründung der Kleinen Bühne in der Bleichstraße kompensiert werden konnte.

Freie Gruppen eben wie die “Junge Bühne” des Bundes Deutscher Pfadfinder (BDP) sind für mehrere Aufführungen schon ins benachbarte Marburg,  ins Kulturzentrum Waggonhalle ausgewichen.  Aus Raumnot wohlgemerkt.

Im Zuge einer Anhörung vor dem Ausschuss für Schuld, Bildung und Kultur sorgte das Thema nun erneut für Aufsehen, wie den Gießener Tageszeitungen (hier und hier) zu entnehmen ist. Dabei sorgt die schon oft ausgesprochene Inaussichtstellung  von Intendantin Cathérine Miville, dass das Theaterstudio im Löbershof (TiL) bei einem eventuellen Raumwechsel ins neue Großkino am Berliner Platz, für Hoffnung auf allen Seiten. Schon den Satirewochen oder den Festival der Theaterwissenschaften konnte die Studiobühne als Spielort dienen. Jedoch würden auch noch andere Gebäude für eine entsprechende Nutzung überprüft, darunter vor allem ehemalige Industrie- und Fabrikanlagen wie das Heyligenstaedt-Areal. ausgehzwang.de bleibt an dem Thema auf jeden Fall dran, ganz besonders gerne könnt Ihr aber auch Eure Meinungen und Kommentare abgeben…

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